Hello, my name is…

Wie soll denn das Baby heißen? Habt ihr schon einen Namen? Was bedeutet denn der Name? Wie seid ihr darauf gekommen? 

Diese und viele ähnliche Fragen kennen werdende Eltern nur zu gut. Natürlich ist das immer interessant, wie das neue Menschlein heißen wird. Ich finde es selbst auch immer interessant und will es gerne wissen, da mach ich kein Geheimnis drum 😀 Und doch ist es gar nicht so einfach sich für einen Namen zu entscheiden. Es gibt viele Dinge zu beachten und man kann so viel „falsch“ machen. Aber kann man wirklich was falsch machen? Das ist wieder so eine Glaubensfrage, denn wer entscheiden was falsch ist und was nicht? Na ja, es gibt einfach so allgemein ein paar Dinge die manche Menschen als falsch empfinden können und die einen Namen damit ins „Aus“ schießen können.

Wir selber haben schon bevor wir wussten das ich schwanger war eine Liste mit Namen gehabt, die wir für ein Kind potentiell gut finden würden. Diese legten wir fest, als wir uns entschlossen haben, dass wir irgendwann Kinder haben wollen. Kann natürlich sein, dass es jetzt für einige wieder zu früh ist, aber das ist mir jetzt ehrlich gesagt egal 😀 Dabei war die Festlegung der Namen ein wenig schwierig. In welche Richtung geht man denn? Nimmt man deutsche Namen? Nimmt man internationale Namen? Was passt mit welchem Nachnamen zusammen? Nun als wir die Liste anlegten, hatten wir uns darauf geeinigt, dass die Vornamen, mit seinem Nachnamen zusammen passen sollten, da wir schon daran denken, irgendwann den selben Nachnamen zu tragen 😉 Da er einen türkischen Nachnamen hat, lag es nahe, dass man Namen nimmt, die damit auch gut klingen… Also fallen natürlich so Sachen wie Justin oder sowas raus (damit das klar ist, dieser Name stand nie zur Debatte). Sein Wunsch war ein türkischer Name – mein Wunsch, dass er nicht so extrem türkisch klingt. Ich wollte ungern so einen klassisch türkischen Namen, den man an jeder Ecke hört. Nicht das ich irgendwen damit angreifen will, der vielleicht einen solchen Namen trägt oder sagen will, dass solche Namen hässlich sind oder sonst was. Ich wollte nur gerne etwas haben, was man nicht an jeder Ecke hört. Das würde auch für alle anderen Namen aus jeder anderen Richtung gelten. Auch sollte der Name gut auszusprechen sein, denn niemand will sich stundenlang darüber Gedanken machen müssen wie ein Name ausgesprochen werden muss und ihn am Ende dann auch noch falsch sagen. Wäre auch doof, wenn ich den Namen selbst nicht richtig aussprechen kann 😀

Also hatten wir am Ende ein paar Namen aufgeschrieben. Im Endeffekt lief es so ab, dass ich mir so ziemlich jeden türkisch angehauchten Namen durchgeschaut habe, teilweise die Bedeutungen nachgeschlagen habe (hätte jetzt ungern einen Namen genommen, der zwar schön klingt, aber am Ende Bratpfanne heißt) und dann die Namen nach „Mädchen/Junge“ getrennt auf eine Liste geschrieben habe. Er hat am Ende nochmal drüber geschaut, und dann sein okay gegeben oder abgelehnt was er doof fand. Und so stand unsere Liste.

Als ich dann schwanger war, haben wir relativ schnell entschieden, wie das Baby heißen soll, falls es ein Junge werden soll (lediglich über die Schreibweise haben wir diskutiert, und dass nicht grade sanft :D) und für ein Mädchen haben wir zwei Namen gehabt die wir als gut empfunden haben. Okay, ehrlich gesagt, hat er sich mit den Mädchennamen kaum beschäftigt, weil er der festen Überzeugung war, es wird ein Junge und somit nur auf Jungsnamen fixiert war. Aber irgendwann haben wir uns auch über die Variante Mädchennamen unterhalten müssen, da es ja nun mal ein kleines Mädchen ist, dass wir bald begrüßen dürfen. Und irgendwie fühlte sich ein Name richtig an und deshalb haben wir uns für diesen entschieden.

Lange hat den Namen niemand erfahren, nur die Familienmitglieder wussten ihn. Dann hab ich ihn doch insgesamt zwei Freundinnen erzählt und da ich dann gestern bei der Weihnachtsfeier mit der Station nachgegeben habe, und den Namen verraten habe, kann ich ihn auch hier verraten 😀

 

 

Und somit möchte ich euch unser Kleines Mädchen vorstellen: Milana 

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Warum haben wir uns für den Namen entschieden? Nun der Name hat einen schönen Klang, hat sowohl türkische, als auch slawische Ursprünge und verbindet somit unsere beiden Welten perfekt miteinander. Ich liebe die Abkürzung Mila und nenne sie auch meistens so, wenn ich mit ihr rede und er passt gut zu unseren Kriterien. Außerdem hat er eine schöne Bedeutung (die Gnädige, Gütige, Freundliche; Liebling). Irgendwie war er von Anfang an genau das Richtige für unsere kleine Prinzessin und ich kann es kaum abwarten, bis wir Mila endlich in die Arme schließen können.

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Schlaf so viel du kannst – falls du es kannst…

Jeder hat mir gesagt, ich soll die Zeit genießen, bevor das Baby da ist und so viel es geht schlafen. Und ich glaube all den Mamis, dass Schlaf absolute Mangelware wird, sobald ein Baby erst mal das Licht der Welt erblickt. Natürlich glaube ich ihnen – sie erleben es ja hautnah! Und ich würde diesem Ratschlag so unheimlich gerne folgen! Wirklich! Aber aktuell ist Schlaf eher so eine Glückssache… Entweder ich finde gar keinen Schlaf – und das meine ich wirklich genauso wie ich es sage… 1 1/2 bis 3 h Schlaf sind da das Maximum… oder ich verbringe den kompletten Tag nur mit Schlafen. Es gibt nichts dazwischen. Glücklicherweise wechseln sich diese Nächte meistens ab 😀

Aber warum kann ich nicht schlafen? Nun, zum einen muss ich ungefähr jede halbe Stunde bis Stunde pinkeln… Ich meine ernsthaft… Selbst wenn ich nur ein halbes Glas Wasser trinke, fühlt es sich an als hätte ich 2 Liter auf einmal runtergeschüttet und würde platzen. Das heißt selbst wenn ich einschlafe, ist das Durchschlafen eher nicht so drin.

Dann ist da diese Sache mit dem Liegen. Extrem niedrig kann ich nicht liegen – zu unbequem! Zu hoch kann ich nicht liegen – zu unbequem! Lange auf dem Rücken liegen? Hahaha – nein!!!! Auf der rechten Seite – ja geht… für ne halbe Stunde. Auf der linken Seite… auch möglich, für genau die gleiche Zeit. Also muss ich mich alle halbe Stunde hin und her drehen, sonst tut mir die Hüfte weh ;D Dann will natürlich die Katze immer in Bauchnähe liegen, das heißt der Platz ist eingeschränkt, wenn dann auch noch mein Freund mit im Bett liegt hab ich natürlich kaum noch Lebensraum… Das heißt, wenn ich mich dann mal drehen muss, oder auf Toilette aufstehen muss, artet das in wahren Umbauarbeiten im Bett aus.

Wenn es denn tatsächlich mal so ist, dass ich eine gute Position finde, mir nichts weh tut und ich nicht pinkeln muss und dann denke ich kann endlich schlafen… ja, dann fängt meistens die Babyparty im Bauch an. Denn immer zwischen 22 Uhr und 3 Uhr hat die Kleine ihre extrem aktive Phase. Anfangs war das nicht so schlimm, da hat man sie manchmal gespürt und alles war gut.. Jetzt wird natürlich der Platz immer knapper und das bedeutet, dass man wirklich alles merkt. Und dabei tut es nicht weh, wenn sie sich dreht oder so – gut, manchmal schon – aber man merkt es einfach extrem. Es ist so seltsam, wenn sich im Bauch alles wie in riesigen Wellen bewegt. Schön, aber seltsam. Und es raubt mir den Schlaf 😀

Oh noch was, was mich nicht schlafen lässt… Ich habe ständig Durst… Pausenlos! Was natürlich dem allerersten Punkt kontraproduktiv entgegen wirkt 😀

Dn neusten Quatsch hat sich mein Körper seit letzter Woche ausgedacht. Mir wird immer um die selbe Uhrzeit schlecht und ich kriege einen komischen Geschmack im Mund. Ich kann ihn nicht mal richtig beschreiben und er geht mit nichts weg… Mit meinen Zähnen ist alles in Ordnung, bevor jemand darauf kommt 😀

Früher habe ich, wenn ich gar nicht schlafen konnte im liegen gelesen. Irgendwie hat das Wunder geholfen. Aktuell hilft gar nichts. Wenn ich nicht schlafen kann, kann ich nicht schlafen. Egal was ich versuche.

Und dann, dann gibt es diese Tage, da wache ich eigentlich nur auf, um was zu essen und  zu pinkeln und ansonsten kriege ich die Augen kaum auf. Diese sind aber sehr viel seltener. Ich glaube einmal die Woche kommt das vor. An diesem Tag bin ich kaum erreichbar und würde wahrscheinlich, wenn ich nicht so Hunger hätte zwischendurch, einfach gar nicht aufstehen.

Hach ja… schön den Schlaf einholen, denn man später nicht mehr kriegt… Wenn es nur so einfach wäre. Und das gemeinste ist, wenn der Freund dann schnarchend neben einem liegt, und man ihn dafür verflucht, dass er hier seelenruhig schläft und all diese Beschwerden nicht hat, während man selbst, zwar total erschöpft, aber schlaflos daliegt. Und am nächsten Tag erzählt er einem, dass er so müde ist, weil er so wenig geschlafen hat…. Ha ha ha…. ! -.-

 

17 Dinge die ich während meiner Schwangerschaft gelernt habe

Ich hab euch mal eine kleine Liste geschrieben über Dinge, die ich bis jetzt während meiner Schwangerschaft gelernt habe. Alles was dort steht ist meine persönliche Erfahrung und es gibt bestimmt Leute die unterschiedliche Ansichten haben und denen manche Dinge auf der Liste nicht bekannt vorkommen, weil sie diese einfach nicht erlebt haben. Aber das ist dann auch vollkommen okay, deshalb sind wir ja verschieden 😃 
PS: nicht alles ist zu 100% ernst zu nehmen und ist manchmal überspitzt dargestellt und nur weil es da steht, nervt es mich nicht unbedingt 😃

  1. Morgenübelkeit heißt nur so – dir wird unabhängig von der Tageszeit schlecht und du bist leider weder nachts, noch abends davon verschont! Aber Übelkeit bedeutet nicht, dass man sich übergeben muss – dir kann permanent schlecht sein ohne das du dich übergeben musst 
  2. Man hat öfter Hunger, aber an Fressanfälle ist nicht zu denken, weil einem davon nur schlecht wird. Deshalb muss man mehrmals am Tag essen 
  3. Du bist ständig müde, kannst aber oftmals gar nicht schlafen! Ich habe so oft das Gefühl, dass mir die Augen zuklappen, aber ich kann egal um welchen Preis nicht schlafen – entweder muss ich ständig pinkeln oder die Position ist nicht bequem oder der Mann atmet zu laut – irgendwas stört immer 😃
  4. Schwangerschaftsoberteile sind nicht umsonst länger! Du kannst am Anfang natürlich deine normalen Shirts anziehen, aber irgendwann heißt es (zumindest bei normal langen Oberteilen) „Hallo Bauchfrei!“
  5. Schwangerschaftshosen sind super bequem aber rutschen ständig! Selbst wenn der Bauch groß ist, sie rutschen einfach und du kannst ja keinen Gürtel tragen, also musst du ständig an den Hosen rumfummeln 🙄
  6. BH‘s mit Bügeln nerven tierisch! Ich muss sagen BH‘s nerven mich generell, auch wenn ich nicht schwanger bin und ich bin froh, wenn ich die Dinger ausziehen kann, aber inzwischen sind sie so lästig geworden… 
  7. Der wachsende Bauch ist schön – aber man fühlt sich zunehmend unförmig und unbeweglich. Wie so ein Käfer der auf den Rücken gefallen ist
  8. Die Leute starren auf deinen Bauch!  Ständig! Bei jeder Gelegenheit, egal wo und egal wann. Der Blick wandert immer auf den Bauch.
  9. Antatschen des Bauchs wird total normal! Wenn es früher keiner gewagt hätte dir einfach so über den Bauch zu streicheln, ist es jetzt einfach total normal geworden und jeder sieht den wachsenden Bauch als Einladung dir darüber zu streicheln. (Damit es klar ist, ich rede nur vom Personen die einen in irgendeiner Weise persönlich kennen)
  10. Pinkelpausen… im Grunde kannst du auf der Toilette wohnen ab einer gewissen Zeit… du hast ständig Durst und trinkst deshalb mehr, was aber zur Folge hat, dass du eigentlich pinkeln gehst und dann sofort danach wieder gehen könntest
  11. Dein Einkaufsverhalten ändert sich! Ich liebe Make-up und habe vorher Tonnen an Geld dafür ausgegeben, doch jetzt könnte ich statt dessen ständig Babysachen kaufen und denke gar nicht mehr an die neuste Lidschatten–Palette 
  12. Schwangerschaftsstreifen entstehen – und das unabhängig davon ob und wie viel und mit was du cremst… Dein Bindegewebe neigt entweder dazu oder nicht. 
  13. Stilleinlagen… leider ist das nicht nur nach der Schwangerschaft notwendig, sondern muss manchmal schon vorher zum Einsatz kommen 
  14. Babytritte bleiben was besonderes – auch wenn es manchmal nicht angenehm ist. Es ist nie was Selbstverständliches und nerviges und zaubert (zumindest mir) immer ein Lächeln aufs Gesicht 
  15. Andere Mütter können so garstig sein! Grade in Internetforen gibt es so manche fiesen Exemplare, die prinzipiell alles was du sagst und machst falsch finden und nur ihren eigenen Weg als richtig akzeptieren können. 
  16. Es gibt so viel Auswahl… grade was Kinderzimmerausstattungen usw betrifft. Man sollte wirklich nachdenken, ob man manche Dinge wirklich braucht und ob sie gut fürs Kind sind, oder ob sie einfach nur nett aussehen aber nicht praktisch sind
  17. Andere werden dir immer Tipps geben! Auch wenn das Kind noch nicht auf der Welt ist, jeder hat schon jetzt wahnsinnig hilfreiche Tipps und Tricks und wird dir immer wieder welche mit auf den Weg geben. 

Babydecke zum selber machen 

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch eine kleine Anleitung geben, wie ihr die auf dem Bild gezeigte Babydecke stricken könnt. Die Decke ist eine süße Geschenkidee, falls ihr etwas passendes sucht oder ihr könnt sie selbst für euer Baby Stricken, um euch die Zeit zu vertreiben – es ist wirklich einfach. Wer die Rechte und die Linke Masche beherrscht kriegt das locker hin 😃

Was ihr braucht:

  • Einmal natürlich die passende Wolle. Ich empfehle eine dickere Wolle, da sie natürlich wärmt, weicher ist und einfach schöner aussieht. Für Babyartikel empfehle ich euch Wolle mit einem sehr hohen Merinoanteil, da sie sehr weich ist. Ich habe Wolle in der Stärke 5 genommen, ihr könnt natürlich aber auch stärkere Wolle nehmen, dann werden die Maschen größer. Kleinere Stärken gehen auch, aber ich finde, dass man da deutlich mehr Wolle benötigt und es nicht so kuschelig und weich wird. Ich habe für meine Decke 13 Wollknäuel à 50 g genommen – das reicht vollkommen für eine Babydecke, ist aber natürlich variabel je nach Wunsch oder Wollstärke.  
  • 1 Paar Rundstricknadeln in der passenden Stärke (in dem Fall Stärke 5) – ich nehme lieber Rundstricknadeln, da man eine größere Anzahl an Maschen benötigt und sich das auf Rundstricknadeln einfacher verteilen lässt 
  • Einen Notizzettel  

Und nun gehts los:

Ihr fangt erst mal damit an, dass ihr die benötigte Maschenzahl anschlagt – ich habe 144 Maschen angeschlagen

Nun strickt ihr die 1. Reihe (Hinreihe) nur rechte Maschen und in der 2. Reihe (Rückreihe) wiederholt ihr das ganze und strickt ebenfalls nur rechte Maschen. Dies wird nun solange gemacht, bis ihr 16 Reihen voll habt – also Stricken wir 16 Reihen nur rechte Maschen.

Nun beginnt das Muster. Ich empfehle euch, dass separat auf dem Zettel zu notieren. Da ihr jetzt immer wieder von neuem 18 Reihen stricken müsst

Reihe 1: nur rechte Maschen

Reihe 2: 8 rechte Maschen, dann (8 linke Maschen, 4 rechte Maschen) – das was in der Klammer steht wird 10 mal wiederholt, dann 8 linke Maschen und abschließend 8 rechte Maschen

Reihe 3, 5, 7, 9 und 11: werden wie die 1. Reihe gestrickt

Reihe 4, 6, 8, 10 und 12: werden wie Reihe 2 gestrickt

Reihe 13 bis 18: werden nur mit rechten Maschen gestrickt

Das ist quasi das Muster und die Reihenfolge von Reihe 1-18 wird nun so oft wiederholt, bis ihr zufrieden seid mit der Länge der Decke. Ich habe diesen Musterablauf insgesamt 13 Mal gemacht, ihr könnt dass aber natürlich nach Belieben anpassen.

Nachdem ihr das letzte Mal das Muster bis zur 18. Reihe fertig gestrickt habt, strickt ihr noch mal 10 Reihen nur rechte Maschen und schließt eure Decke ab – und damit seid ihr fertig! 

Ich sagte ja, es ist super einfach und für eigentlich jedem machbar! 😃 Das Muster ist schlicht aber schön und dadurch das ihr die Farben der Wolle wählen könnt, wie es euch beliebt passt es sowohl für Mädchen als auch für Jungen. Ihr könnt aus der Babydecke natürlich auch eine Decke für Erwachsene machen, müsst eben nur mit der Maschenzahl und Länge variieren.

Viel Spaß!

Neues aus der Babykiste

Die Zeit kann gar nicht schnell genug rum gehen, bis der nächste Frauenarzttermin ansteht und wir unser kleines Baby wiedersehen können. Ich bin regelmäßig so aufgeregt, bevor ein Termin ansteht und mache mir gleichzeitig Gedanken – ich denke das werde ich nicht abstellen können. In meinem Kopf werden sich immer tausend Fragen ansammeln und ich werde mir immer Gedanken machen ob mit dem Baby alles in Ordnung ist. Diese Sorgen sind zum Glück unbegründet gewesen. 

Gestern war es dann endlich soweit – unser großes 2. Trimester-Screening stand an, ich war inzwischen in der 19. Schwangerschaftswoche und wir waren wirklich voller Erwartung, denn bislang kannten wir das Geschlecht unseres Babys nicht und hofften, dass es sich nin ändern würde. Unser Termin war um 17 Uhr, nur war ich an dem Tag schon um 6 Uhr wach. Ich konnte einfach nicht mehr schlafen, auch wenn ich sehr müde war – zu hibbelig war ich. Und so hatte ich viel Zeit totzuschlagen, bis wir los mussten. Lernen, Kochen, stylen… für all das hatte ich ausgiebig Zeit. Und dann durften wir endlich los. Wir haben beide kein Auto, deshalb müssen wir bei sowas leider immer auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurück greifen. Nur wurden an den Ubahn-Schienen grade Bauarbeiten durchgeführt, das bedeutete 2 mal umsteigen. Dadurch waren die Ubahnen natürlich überfüllt und es war warm. Mir ist sowieso dauernd zu warm, da machte es das nicht grade besser 😃

Der Termin dauerte natürlich länger als die anderen Vorsorgetermine, aber das war abzusehen  und war auch gut so. Bei Ultraschall erklärte der Arzt uns immer schön alles und zeigte mir auch, wie mein Baby in meinem Bauch lag, damit ich eine gewisse Vorstellung davon machen konnte. Das war schon sehr hilfreich, denn was da drinnen vorgeht sieht man ja nicht, man fühlt es gegebenenfalls. Als er das Herz geschallt hat war ich besonders ängstlich und habe wirklich gehofft, dass alles in Ordnung ist und mein Herzfehler sich nicht erblich auf das Kind übertragen hat – denn das war etwas, dass uns kein Arzt sagen konnte – ist der Herzfehler vererbbar oder nicht? Aber er sagte, dass soweit alles gut aussah und ich konnte aufatmen. Während dem Ultraschall musste ich wirklich auch lachen, weil der Arzt ein wenig verzweifelt war, da das Baby wirklich keine Minute still halten wollte. Auch wollte es sich nicht so gerne im 3D-Abbild aufs Gesicht schauen lassen und immer die Hand davor gelegt. Und dann kam natürlich die spannende Frage – Junge oder Mädchen? Tja, auch da machte es das Baby dem Gynäkologen nicht so einfach, warum auch 😃 Er konnte nur gelegentlich einen Blick auf den Genitalbereich legen, aber er sagte schließlich, dass er davon ausgehe, dass es ein Mädchen ist, aber er will seine Hand dafür nicht ins Feuer legen. Ich schaute natürlich sofort zu meinem Freund. Dieser war ja der festen Überzeugung, dass es ein Junge wird und man sah das Lächeln, dass er die ganze Zeit auf dem Gesicht hatte leicht schwinden – damit hatte er nicht gerechnet 😃 Ich fragte den Arzt nochmal und er sagte, dass er wirklich denkt es wird ein Mädchen und fragte dann, ob das etwa schlimm sei. Natürlich nicht! Ich freute mich wahnsinnig, denn ich hatte mir schon immer eine kleine Tocher gewünscht. Lustig war ja auch, dass mir kaum einer zutraut einen Jungem zu kriegen. Die meisten sagten, ich würde ein Mädchen kriegen – eine „Mädchen-Mama“ nannte man mich. Verrückt, wie man sich da schon vorher so festlegt, aber es stimmt. Ich ertappte mich auch schön öfter dabei, wie ich sagte, dsss ein Junge oder ein Mädchen zu einem gewissen Elternteil passte. 

Ich bin sehr froh, dass dieser Termin so verlief und man uns beruhigen konnte. Unser Kind scheint gesund zu sein und gut entwickelt und es scheint alles genau so zu verlaufen, wie es soll. Durch meinen Herzfehler wird aber noch einmal genauer draufgeschaut ob mit dem Baby alles stimmt und so muss ich einen Termin wahrnehmen bei einem Spezialisten, der einen exakten Organultraschall vornehmen wird. Diesen Termin habe ich auch schon vor zwei Wochen ausgemacht, als die Riskiosprechstunde für Schwangere mit komplexen Herzfehlern sich dafür ausgesprochen hat. Diesen Termin haben wir Anfang September, also sind noch ein paar Wochen Zeit bis dahin und ich kann es kaum erwarten unser Baby – unser Mädchen, dann wiederzusehen 😍

Ein Arzttermin jagt den nächsten…

Das erste Trimester verging im Nachhinein, wie im Flug, doch wenn man drin steckt, könnte es gar nicht schnell genug rum gehen. Mal abgesehen davon, wie schlimm die Umstellung für den Körper ist und welche Schwangerschaftssymptome einen plagen, ist da noch die Angst, dass im ersten Drittel der Schwangerschaft etwas passieren könnte. Ich glaube alle Mamas und alle die noch Mamas werden sind damit vertraut. Man macht sich verrückt, achtet auf jede Kleinigkeit und denkt ständig nach. Am besten sollte man das Internet in dieser Zeit meiden, denn das hilft einem nun wirklich nicht weiter. Was ich alles für Statistiken gelesen habe und die traurigen Geschichten die manche Sternchenmamis geteilt haben machten das warten auf das Ende der 12. Woche unerträglich. 

Aber alles lief gut – zum Glück. Und mein kleines Baby entwickelte sich gut. Das Problem an der Sache war eher ich. Ging es mir im ersten Trimester noch recht gut, so schlug mein Körper ab der 14. Woche richtig zu. 

Dazu muss man sagen, dass ich einen angeborenen Herzfehler habe. Ich wünschte ich könnte diesen jetzt etwas runter spielen und sagen, dass er recht banal ist, doch wäre das eine glatte Lüge. Ich könnte jetzt ein paar Diagnosen hinknallen, und vielleicht könnte manch einer etwas damit anfangen, aber ich denke für viele wäre das eher langweilig. Ich kann aber soviel sagen, dass ich schon einen langen Weg hinter mir habe und dieser noch nicht vorbei ist. Alleine fünf OPs am offenen Herzen reichen einem schon für ein Leben lang. Leider wird mein Herzfehler nie geheilt sein und ich werde mich immer wieder langen und schweren Operationen unterziehen müssen, die nicht einfacher werden. Laut meinen Ärzten bin ich ungefähr bei der Hälfte meiner Lebenserwartung angekommen und werde irgendwann ein neues Herz benötigen müssen. Aber ich versuche das etwas positiver zu sehen. Die Medizin entwickelt sich immer weiter und irgendwann wird es vielleicht Mittel und Wege geben, mir und auch anderen Menschen mit ähnlichen Fehlbildungen und Komplikationen am Herzen zu helfen. 🙂 

Doch dieser Herzfehler war es auch, der meine Ärzte dazu bewog, mir zu sagen, dass sie mit enormen Schwierigkeiten rechnen müssen, wenn ich einmal schwanger werden würde. Sie haben es mir nie verboten und mir auch nie davon abgeraten, aber sie warnten mich, dass es ein sehr beschwerlicher Weg sein würde. Sie behielten nun also Recht. Denn ab der 14. Woche merkte ich immer wieder sie die Luft knapper wurde. Ich hatte schon mit den kleinsten Dingen meine Probleme. Ein mal die ganze Wohung durch saugen? Unvorstellbar ohne mehrere Pausen. Ich kam außer Puste, wenn ich putzte oder nur mal etwas schneller gehen musste. Vom Treppensteigen fang ich gar nicht erst an. Und dann waren da ständig die Stolperer, die mein Herz machte, das Rasen, dass aufeinmal kam, wenn ich ruhig im Sessel saß und etwas gelesen habe. Ich spürte meinen Herzschlag bis in den Hinterkopf, mein Kreislauf machte mir Probleme. Zwar war mein Puls erhöht, aber mein Blutdruck niedrig, deshalb neigte ich dazu zu kollabieren. Das alles schmälerte dieses wunderschöne Erlebnis ein Kind in sich zu tragen natürlich etwas. Ich weinte oft weil ich mich überfordert fühlte, bemühte mich gleichzeitig aber, doch ruhig zu bleiben, damit es meinem Baby gut ging. Das war alles andere als einfach und verlangte mir viel ab. 

Und auch die weiteren Unersuchungen die ich hatte machten es nicht einfacher. Die Frauenarzttermine waren für mich immer etwas schönes, denn da ging es nicht um mich, sondern um unser Baby. Aber meine Kardiologin raubte mir schnell alle Illusionen. Ihre Untersuchungen ergaben, dass mein Herz jetzt schon stark belastet ist und das meine rechte Herzkammer seit dem letzten Mal vergrößert ist. Der Ultraschall den sie durchführte dauerte ewig und das beunruhigte mich sehr. Wir führten anschließend ein längeres Gespräch in dem sie mir einige Ratschläge gab, unter anderem müsste ich zu einer speziellen Sprechstunde für Schwangere mit angeborenen Komplexen Herzfehlern. Vor ein paar Tagen rief ich dort an um einen Termin auszumachen und erklärte dort meine Situation. Die Mitarbeiterinnen waren sehr nett und verständnisvoll, aber man sagte mir auch, dass sie es nicht verstehen, warum ich noch nicht auf einer kardiologischen Station zur Überwachung liege. Irgendwie schockierte mich diese Aussage, denn ich selbst schätzte die Situation nicht als so dramatisch ein. Versteht nicht nicht falsch. Ich fühlte mich nicht gut, aber so ging es mir schon sehr, sehr oft in meinem Leben und deshalb lag es mir fern in ein Krankenhaus zu gehen. Wenn man seine halbe Kindheit in einem Krankenhaus verbringt, hat man Schwierigkeiten damit, sich wieder dorthin zu begeben und keine negativen Gefühle zu entwickeln. Da ich erstmal nicht ins Krankenhaus möchte, werde ich jetzt eine ganze Menge Arzttermine bewältigen müssen. Sollte sich mein Zustand verschlimmern, werde ich aber natürlich vernünftig sein, denn hier geht es nicht nur um mich. Aktuell freue ich mich über jeden Tag an dem es uns gut geht und wir zuhause verbringen können, doch mir ist bewusst, dass dies nicht so bleiben wird und ich mit hoher Wahrscheinlichkeit noch ein paar Aufenthalte in der Klinik buchen kann. 

Heute freu ich mich allerdings darüber, dass wir die 18. Schwangerschaftswoche erreicht haben und ich meinen kleinen Bauchzwerg immer öfter spüre 🙂 ❤

Oh Baby… wie es weiter ging… 

Nun wusste ich also, dass ich ein Baby erwartete. Ich würde Mama werden. In meinem Kopf spielten sich gefühlte 1000 Gedanken ab. Selbstverständlich überwog die Freude. Aber da war auch so viel Angst…

Angst darüber wie mein Freund reagiert…

Angst darüber was passiert, wenn er es nicht will – unsere Beziehung war kritisch… was wenn sie das nicht überstehen würde? 

Ich hatte Angst, dass der Test doch nicht richtig war und ich am Ende gar nicht schwanger war

Oder das mein Herzfehler, den ich seit Geburt an habe zu einem enormen Problem wird… 

Da war so viel Angst, und doch konnte ich nicht aufhören zu grinsen… Nein. Negative Gedanken waren nicht angebracht. Es würde alles gut werden! Das sagte ich mir fest. 

Nun war die Zeit gekommen, es ihm zu sagen. Ich hatte mir schon oft darüber Gedanken gemacht, wie ich sowas verkünden würde, hatte die süßesten Ideen im Kopf – doch wie soll man sie umsetzen, wenn der andere sich nicht meldet? Also habe ich ihm lediglich ein Bild gesendet, in der Hoffnung das er darauf reagieren würde, wenn er schon meine vielen Nachrichten, die ich ihm die letzten Tage geschickt hatte, ignoriert hatte. Ich schickte ihm lediglich ein Bild und wartete… 

    

Und die Antwort kam schneller als gedacht. Er war geschockt, konnte es nicht glauben. Versprach aber zu mir zu kommen und mit mir zu reden. Wieder warten. Ich konnte aber nicht warten. Ich musste raus, ein wenig laufen. Also schnappte ich mein Handy und meine Kopfhörer und spazierte ein wenig draußen herum und hing meinen Gedanken nach. Ich lief Richtung Ubahn und traf dort meinen Freund und wir gingen zu einem Spielplatz in der Nähe, und setzten uns. Anfangs war es eher so, dass wir schwiegen. Wie redet man am besten über sowas? Aber dann kam das Gespräch doch ins Rollen… 
Wir wollten beide Kinder. Aber der Zeitpunkt war so ungünstig. Aber wann ist ein Zeitpunkt jemals günstig? Es gibt nicht den perfekten Zeitpunkt. Irgendwas ist immer. Und deshalb enttäuschte mich seine Reaktion am Anfang sehr. Ich weinte, er wusste nicht damit umzugehen. Wir gingen nach Hause und redeten auch dort noch weiter. Irgendwann musste er wieder nach Hause und ich sagte ihm, er solle nachdenken, nochmal darüber schlafen und vielleicht sieht er das ganze dann ja anders. 

Und ein paar Tage später hatten wir den Termin beim Frauenarzt, bei dem er mit dabei sein wollte. Und siehe da… er war wie ausgewechselt – er machte Witze, wirkte gelöster und so als würde er sich freuen. Zwar war er noch etwas verhalten, aber als er dann das erste Mal unser Baby sah – zumindest das was man davon sehen konnte in diesem Stadium – akzeptierte er das was auf uns zukam. Er war bereit Papa zu werden und bestätigte das, was ich mir am Anfang gesagt hatte:

Alles wird gut! Wir bekommen unser Baby 😍

Muttertag

Ich glaube das erste Mal sagte ich, dass ich Mutter werden will im Alter von 12 Jahren. Da fragte mich jemand nach meinem Berufswunsch – und ich antwortete „Ich will Mama werden“ So im Nachhinein muss ich etwas schmunzeln, denn viele würden auf diese Frage etwas anderes antworten, gerade Kinder. Aber ich wollte Mutter werden – mit spätestens 25 das erste Kind. Das war mein Wunsch, so hatte ich es mir ausgemalt. Doch natürlich lief es anders als geplant und ich bin nicht mal böse, dass meine Pläne anders ausgingen.

Mein Freund und ich durchliefen eine schwierige Phase März und April diesen Jahres. Es war ein ständiges Auf und Ab und wir standen nahe am Abgrund unsere Beziehung. Für mich war ein Punkt erreicht an dem ich nicht mehr weiter machen konnte und so auch nicht mehr wollte. Ich gehe natürlich nicht ins Detail was die Auslöser dafür waren, denn das wäre ihm gegenüber nicht fair. Aber soviel kann ich sagen: Hätte ich mich nicht entschieden durchzuhalten und ihm noch eine Chance zu geben, wäre alles wohl anders gekommen als es jetzt ist. 

Es wunderte mich auch nicht, dass ich meine Periode am Anfang nicht kriegte. Wenn man so viel Stress erlebte, wie ich es die letzten Monate getan hatte und dazu noch ständig arbeitet, da kann der weibliche Körper schon mal ein paar Faxen machen – das kennt jede von uns… Ich dachte mir also, dass meine besonderen Tage schon kommen würden. Ist ja schließlich nicht das erste Mal, dass sie sich verspäten. Und so wartete ich geduldig, genoss meinen Urlaub, in dem mein Freund mir tatsächlich versuchte zu beweisen, dass er es ernst meinte und sich ändern möchte und dachte nicht viel nach. Dann war ich 6 Tage überfällig und wartete daheim auf meinen Freund – wir sind dann ein wenig spazieren gegangen, wir redeten ein wenig und ich sagte ihm, ich sei immer noch überfällig. „Da wird schon nichts sein. Das ist nicht das erste Mal!“, sagte er mir. Und recht hatte er, ich glaubte selbst daran. 

Einen Tag später fuhr ich mit meiner Mutter und meiner Nichte nach Hanau. Wir wollten meine Oma wieder nach Hause bringen, die dort wohnte und ein wenig Urlaub bei meiner Mutter gemacht hat. Meine Oma sitzt im Auto immer vorne, dass war schon immer so. Also wurden meine Nichte und ich nach hinten auf die Kindersitze verfrachtet. Ich bin jemand, der nicht sehr gut hinten sitzen kann. Mir wird oft schlecht, grade wenn wir fahren und ich dabei lese. Aber bei dieser Autofahrt war mir schon schlecht sobald ich meiner Nichte, die natürlich beschäftigt werden möchte mit sechs (inzwischen ist sie sieben), nur den Kopf zuwandte. Mir wurde nicht nur so ein bisschen schlecht, nein… ich hatte das Gefühl sofort meinen Mageninhalt entleeren zu wollen… tat ich aber nicht. An diesem Tag äußerte ich das erste Mal meiner Mutter gegenüber, dass ich vielleicht schwanger sein könnte. Wir redeten ein wenig. Aber auch hier, war die Aussage wieder, dass ich abwarten soll. Also wartete ich… darin war ich inzwischen richtig gut…

Und ehrlich ich hatte das Gefühl, dass ich bald meine Periode bekommen sollte. Ich hatte Krämpfe und meine Brüste waren empfindlich, ich bekam Pickel – alles wie immer, nur das nichts kam. Ich war nur so unendlich müde, ich hatte das Gefühl nie mehr richtig wach zu werden. Doch trotzdem konnte ich in der Nacht vom 13. auf den 14. Mai keine Ruhe finden. Ich dachte lange nach, schrieb Tagebuch, und dachte noch mehr nach. Ich war 10 Tage darüber, bzw. dann 11 Tage… das ist nicht normal. Das konnte es einfach nicht sein. Und dann kam die Angst… ich muss rausfinden was los ist. Ich habe am Montag Nachtschicht, mein Urlaub wäre vorbei. Ich bin Krankenschwester. Was wenn ich schwanger bin??? Was wenn ich im Nachtdienst jemanden reanimieren muss oder mit potentiell infektiösen Patienten zu tun habe? Was wenn ich arbeiten gehe, wirklich schwanger bin und dann passiert dem Baby was? Ich wollte so dringend mit meinem Freund reden. Doch keine Chance… wir hatten uns vor zwei Tagen gestritten und redeten seitdem nicht miteinander. Das war eine seiner Spezialitäten… wenn er etwas angestellt hatte, meldete er sich nicht – stundenlang, manchmal auch tagelang nicht. Also blieb ich alleine mit meinen Gedanken, hörte Musik und schrieb. Und irgendwann war ich sicher – „Du bist schwanger!!!“ Ich fühlte mich schwanger. Es war einfach so. Und ich schrieb es in mein Tagebuch. Aber ich musste es sicher wissen. Ich wollte mich nicht krank melden für den Nachtdienst, wenn ich nicht sicher schwanger war. Was wenn ich mich doch irrte? Ich konnte es nicht leiden auf Arbeit zu fehlen und machte das nur, wenn es wirklich nicht anders ging.

Also stand ich Sonntag, dem 14. Mai – am Muttertag – um 5 Uhr auf und ging duschen, nach einer Nacht ohne Schlaf. Ich schaute nach, wann der Müller am Hauptbahnhof öffnen würde, schließlich war das die einzige Möglichkeit am Sonntag einen Schwangerschaftstest zu bekommen. Hm… um acht Uhr – noch 2 Stunden und 39 Minuten… Ich atmete durch,und überlegt was ich so lange mache… „Erst mal einen Kaffee!“, dachte ich mir und bereitete mir auch einen zu. Mit meiner riesen Tasse Kaffe ging ich zu meinem Schminktisch, setzte mich und fing an mich zu schminken. Irgendwann war es zehn vor acht und ich konnte endlich los gehen zur Ubahn – den Kaffee habe ich nicht mal zur Hälfte getrunken, keine Lust darauf gehabt. Von meiner Wohnung bis zur Ubahn dauert es normalerweise 10 Minuten. Aber es kam mir dieses Mal viel kürzer vor. Und kaum versah ich mich, da stand ich auch schon im Müller im hinteren Regal vor den Schwangerschaftstests… warum gibt es da so viel Auswahl? Man pinkelt doch nur auf so ein Stäbchen… Ich schnappte mir einen, der nicht mal 5 Euro kostete und ging zur Kasse. „Schönen Tag noch!“, sagt die Verkäuferin und lächelt mich an. „Danke gleichfalls!“, antworte ich nervös und begebe mich wieder auf den Heimweg. Die Ubahn fährt Sonntags nur alle 10 Minuten, und ich musste noch 8 Minuten warten… also schnell noch ein Wasser kaufen. Schließlich muss ich jetzt trinken, ich will ja den Test so schnell wie möglich machen. Irgendwie ging der Weg nachhause noch schneller als der Weg zum Bahnhof hin. Und kaum war ich zur Tür rein packte ich mit nervösen, zitternden Fingern dem Test aus. 

Ich hatte schon mal einen Schwangerschaftstest gemacht. Ich wusste natürlich wie das geht. Was soll daran auch so schwer sein? Trotzdem las ich die Anweisung so genau durch als studierte ich etwas sehr wichtiges. Okay, es war Zeit den Test zu machen. Jetzt erfahre ich ob mein Bauchgefühl richtig war… 

Der 2. Streifen, der auf dem Test eigentlich der 1. Streifen ist, wenn er denn auftaucht, erschien so schnell, dass ich meinen Augen kaum trauen konnte. Ich zitterte… auch der Kontrollstreifen erschien… es waren zwei Streifen! Zwei!!! Da waren zwei Streifen! Ich war schwanger!!! 

Ich hastete sofort zum Telefon und wählte eine Nummer. „Bitte geh dran! Bitte!“, flehte ich. Und sie ging dran. Meine Mama. Ich stammelte ein wenig vor mich hin, war total außer Atem. Ich sagte etwas wie „Mama, ich wünsche dir alles Liebe zum Muttertag und es tut mir Leid das ich heute nicht bei dir sein kann. Ich würde dir auch gerne was schenken, aber kann es grade nicht… und…ich muss dir was sagen… ich bin schwanger!“ – Stille. Und dann kommen die erleichterten Glückwünsche meiner Mama. Sie freut sich so sehr. Und ich freue mich und ich bin überfordert. Meine Mama sagt dann „aber das ist doch das schönste Geschenk, dass du mir machen kannst!“ Und dann war es um mich geschehen – ich weine und irgendwann weint sie… 

Und so erfuhr ich an Muttertag, dass ich Mutter werde.

Jetzt musste ich es nur noch dem werdenden Vater sagen.

Tomaten-Gnocchi auf Spinat-Frischkäse

Hallo meine Lieben,

heute möchte ich mit euch ein tolles Rezept teilen. Ich habe heute ein wenig in der Küche herum experimentiert und was dabei rauskommt dürft ihr euch hier ansehen und auch gerne nach kochen! Viel Spaß dabei!

 

 

Tomaten-Gnocchi auf Spinat-Frischkäse

 

 

Zutaten für 2-3 Portionen:

600 g Gnocchi

200 g Cherrytomaten

600 g Blattspinat (ich nehme Tiefkühlspinat)

200 g Crème fraîche

70 g Frischkäse (bei belieben auch etwas mehr)

1 rote Zwiebel

Rapsöl u./o. Butter

zum würzen: Salz, Pfeffer, Cayenne-Pfeffer, Muskatnuss und Zucker

 

 

 

Zubereitung: 

  • Als erstes wascht ihr die Cherrytomaten und viertelt diese. Anschließend schneidet ihr die Zwiebel in kleine Würfel.
  • Nun bringt ihr in einem großen Topf Wasser zum kochen. In der Zwischenzeit gebt ihr den Spinat in einen kleineren Topf und taut diesen unter stetigem Rühren langsam auf.
  • Während das Wasser sich erwärmt und der Spinat langsam auftaut, nehmt ihr eine kleine Pfanne, gebt ein bisschen Rapsöl hinzu und gebt, wenn das Öl heiß geworden ist, die Zwiebeln in die Pfanne. Diese schwitzt ihr mit einem guten EL Zucker an und gebt anschließend die Tomaten hinzu bratet diese zusammen mit den Zwiebeln ein paar Minuten an. Anschließend nehmt ihr die Pfanne vom Herd.
  • Wenn das Wasser kocht, salzt es und gebt die Gnocchi hinzu. Diese steigen irgendwann an die Wasseroberfläche auf, und ab dann brauchen sie nur noch 2-3 Minuten bis sie gar sind.
  • In der Zwischenzeit sollte euer Spinat aufgetaut sein und dürfte schon leicht köcheln. Nun gebt ihr den Frischkäse und die Crème fraîche hinzu und schmeckt das Ganze nach belieben ab. Ich habe dazu Muskatnuss, Salz, Pfeffer und Cayenne-Pfeffer genommen, weil ich es ein bisschen würziger mag.
  • Wenn die Gnocchi fertig sind, gießt ihr sie in ein Sieb ab und stellt den Topf auf den Herd. Darin erhitzt ihr ein bisschen Butter und schwenkt die Gnocchi ein paar Minuten darin. Gebt anschließend das Tomaten-Zwiebel-Gemisch dazu und lasst dies zusammen mit den Gnocchis nochmal warm werden.
  • Anschließend dürft ihr gerne servieren. Wie ihr das macht ist euch überlassen. Entweder ihr mischt es zusammen, oder ihr gebt den Spinat-Frischkäse über die Gnocchis. Ich habe mich dafür entschieden es wie auf dem Bild unten anzurichten!

 

Guten Appetit! 🙂

 

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