Oh Baby… wie es weiter ging… 

Nun wusste ich also, dass ich ein Baby erwartete. Ich würde Mama werden. In meinem Kopf spielten sich gefühlte 1000 Gedanken ab. Selbstverständlich überwog die Freude. Aber da war auch so viel Angst…

Angst darüber wie mein Freund reagiert…

Angst darüber was passiert, wenn er es nicht will – unsere Beziehung war kritisch… was wenn sie das nicht überstehen würde? 

Ich hatte Angst, dass der Test doch nicht richtig war und ich am Ende gar nicht schwanger war

Oder das mein Herzfehler, den ich seit Geburt an habe zu einem enormen Problem wird… 

Da war so viel Angst, und doch konnte ich nicht aufhören zu grinsen… Nein. Negative Gedanken waren nicht angebracht. Es würde alles gut werden! Das sagte ich mir fest. 

Nun war die Zeit gekommen, es ihm zu sagen. Ich hatte mir schon oft darüber Gedanken gemacht, wie ich sowas verkünden würde, hatte die süßesten Ideen im Kopf – doch wie soll man sie umsetzen, wenn der andere sich nicht meldet? Also habe ich ihm lediglich ein Bild gesendet, in der Hoffnung das er darauf reagieren würde, wenn er schon meine vielen Nachrichten, die ich ihm die letzten Tage geschickt hatte, ignoriert hatte. Ich schickte ihm lediglich ein Bild und wartete… 

    

Und die Antwort kam schneller als gedacht. Er war geschockt, konnte es nicht glauben. Versprach aber zu mir zu kommen und mit mir zu reden. Wieder warten. Ich konnte aber nicht warten. Ich musste raus, ein wenig laufen. Also schnappte ich mein Handy und meine Kopfhörer und spazierte ein wenig draußen herum und hing meinen Gedanken nach. Ich lief Richtung Ubahn und traf dort meinen Freund und wir gingen zu einem Spielplatz in der Nähe, und setzten uns. Anfangs war es eher so, dass wir schwiegen. Wie redet man am besten über sowas? Aber dann kam das Gespräch doch ins Rollen… 
Wir wollten beide Kinder. Aber der Zeitpunkt war so ungünstig. Aber wann ist ein Zeitpunkt jemals günstig? Es gibt nicht den perfekten Zeitpunkt. Irgendwas ist immer. Und deshalb enttäuschte mich seine Reaktion am Anfang sehr. Ich weinte, er wusste nicht damit umzugehen. Wir gingen nach Hause und redeten auch dort noch weiter. Irgendwann musste er wieder nach Hause und ich sagte ihm, er solle nachdenken, nochmal darüber schlafen und vielleicht sieht er das ganze dann ja anders. 

Und ein paar Tage später hatten wir den Termin beim Frauenarzt, bei dem er mit dabei sein wollte. Und siehe da… er war wie ausgewechselt – er machte Witze, wirkte gelöster und so als würde er sich freuen. Zwar war er noch etwas verhalten, aber als er dann das erste Mal unser Baby sah – zumindest das was man davon sehen konnte in diesem Stadium – akzeptierte er das was auf uns zukam. Er war bereit Papa zu werden und bestätigte das, was ich mir am Anfang gesagt hatte:

Alles wird gut! Wir bekommen unser Baby 😍

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