Was mir 14 Tage vor der Geburt durch den Kopf schießt…

Jetzt sind es bis zum Kaiserschnitt–Termin noch 14 Tage und man könnte meinen alles ist geregelt und man sitzt entspannt da und genießt die letzten Tage… hach ja… äh nein! Ich habe euch mal zusammengeschrieben, was mir in diesen letzten Tagen so durch den Kopf geht – viel Spaß dabei 😉

  • Wie groß kann dieser Bauch noch werden? Das frage ich mich fast täglich. Denn auch wenn ich mich jetzt schon wie ein kleiner Wal fühle und mich frage, wie meine Haut es schafft sich so extrem zu dehnen, scheint mein Körper noch nicht genug zu haben. Es ist wie ein Ballon, der zwar schon aufgeblasen ist, aber man versucht trotzdem noch mehr Luft reinzukriegen – bis er platzt! Und genau so fühlt sich der Bauch auch an 🎈📌
  • Lohnt es sich, das aufzuheben? Ich bin ein Tollpatsch und mir fällt leider sehr oft was runter – in diesem Stadium leider keine gute Eigenschaft… wenn mir also etwas auf den Boden fällt, und keiner in der Nähe ist um mir zu helfen, überlege ich wirklich 3 Mal ob ich mich dafür bücken soll. Wobei Bücken das falsche Wort ist, denn eigentlich ist das Bücken nicht mehr möglich – vielmehr muss ich in die Knie gehen und mich dann langsam wieder hoch hangeln… und ja, eigentlich ist das eh die Rückenschonendere Variante, ich weiß 😉 Aber so passiert es schon mal, dass mein Handy eben nicht geladen wird, weil mir das Ladekabel runterfällt und ich es nicht für wichtig genug erachte diese hochakrobatischen Leistungen zu vollbringen – voll geladene Handys werden überbewertet…
  • Gehe ich wirklich ans Telefon? Mein Handy habe ich aktuell immer bei mir, weil man ja nie weiß ob es nicht trotzdem schon vorher losgeht. Außerdem muss ich eh immer eine Möglichkeit haben jemanden zu erreichen, wenn es mir aufgrund des Herzens oder so plötzlich schlecht geht. Aber wenn das Festnetz–Telefon klingelt und ich grade irgendwo sitze, überlege ich wirklich ob ich aufstehen will und zum Telefon gehen will, denn sind wir mal ehrlich in 87% der Fälle bin ich zu langsam und der Anrufer kann gleich mit meinem Anrufbeantworter reden. Also bemühe ich mich ehrlich gesagt in den meisten Fällen nicht mal mich zu erheben 🙈
  • Was genau macht mein Körper da? Es zieht hier, es sticht dort, es zwackt überall… Und manchmal zur selben Zeit. Dann wird der Bauch wieder hart. Die Beine Schwellen an, ich kriege Wadenkrämpfe mitten in der Nacht. Inzwischen kann man die Senkwehen ziemlich gut ertragen und weiß wie sie sich anfühlen, doch wenn zu den bekannten Dingen etwas Neues dazu kommt fragt man sich plötzlich: geht es jetzt los? Und es geht dann natürlich noch nicht los, aber als Erstgebärende sind diese Fragen trotzdem da.
  • Habe ich alles in die Kliniktasche gepackt? Meine Kliniktasche (okay, es ist ein kleiner Koffer), habe ich seit etwa 2 Wochen vollständig gepackt. Und vorher habe ich mindestens vier Wochen damit verbracht darüber nachzugrübeln, was ich alles einpacken werde. Und kaum war der Koffer mühsam verschlossen habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich nicht doch was vergessen habe. Und dann sind da noch die Dinge die ich sonst noch mitnehmen muss – Dokumente, die Dinge die in die Handtasche gehen usw…. Ich könnte tatsächlich jeden Tag umpacken. Und grade fällt mir ein, dass mir jemand geraten hat, etwas zum knabbern mitzunehmen… das habe ich nich nicht eingepackt 😃
  • Schaffen wir es überhaupt zum festgelegten Kaiserschnitt–Termin oder will sie früher kommen? Ich denke darüber macht sich jede werdende Mutter Gedanken, unabhängig davon, welche Art der Entbindung sie gewählt hat. Nur ganz wenige Kinder kommen zum errechneten Termin, deshalb sind die letzten Wochen sehr spannend. Und es gibt sehr viele Meinungen darüber, wann das Baby nun kommt. Glaubt mir, ich habe schon sehr viele mögliche Geburtstermine gesagt gekriegt, aufgrund der Größe des Bauches oder der Art und Weise wie er aussieht usw. Und man fragt sich: wer wird Recht haben? Mich persönlich stören die vielen Meinungen nicht. Ich finde es echt interessant. Und auch wenn ich weiß, dass es gut für die Kleine ist, solange in meinem Bauch zu bleiben wie es geht, muss ich leider ehrlich gestehen: Ich wünsche mir manchmal, dass sie früher kommt. Es ist einfach ermüdend und anstrengend und die letzten Tage können nicht schnell genug rum gehen. Aber bitte verteufelt mich jetzt nicht, dass sind die Hormone 🙈
  • Wie soll ich noch eine bequeme Position finden? Wirklich, nichts ist mehr angenehm. Nicht liegen, nicht stehen, nicht sitzen. Egal wie, es ist alles grausam und unbequem. Ich lagere mich selbst im Bett schon mit mehreren Kissen, muss was unter den Bauch legen, unter den Rücken. Dann beginnt das große Umbauen, wenn man sich mal drehen muss. Wenn man sich hinsetzt muss man sich auch auf eine bestimmte Art und Weise hinsetzen, um sicher zu gehen, dass man ein wenig so sitzen bleiben kann. Bitte wenn jemand Tipps hat, immer her damit! Alles was hilfreich ist, wird gerne gesehen.
  • Schmerzmittel nach dem Kaiserschnitt? Ich frage mich oft, wie stark wohl die Schmerzen nach dem Kaiserschnitt sein werden und in wie weit mich diese beeinträchtigen werden. Ich hatte fünf Operationen am offenen Herzen, in verschiedenen Stadien meines Lebens. Ich weiß was Schmerzen sind und wie man damit umgehen kann. Doch der Unterschied ist natürlich, dass ich mich nach den OPs nicht um jemand anderen kümmern musste. Hier werde ich nach dieser OP verantwortlich sein, für ein kleines Menschlein. Und auch wenn ich meinen Freund habe der mich unterstützt und es im Krankenhaus auch jemanden gibt der da sein kann, will ich natürlich so schnell wie möglich alles selbst machen können. Auch frage ich mich dann natürlich, ob ich dann Schmerzmittel nehmen soll, wenn ich die Schmerzen nicht aushalte oder ob sie durchs Stillen ans Baby übertragen werden und was diese dann ausmachen. Klar liest man alles nach, klar habe ich auch durch meinen Job ein wenig Einblick darin. Trotzdem fragt man sich sowas und überlegt hin und her.
  • Werden wir es hinkriegen, als Eltern? Auch das dürften sich viele fragen. Sowas ist neu, sowas verändert eine Partnerschaft. Das Baby wird so viel anders machen und vieles aber auch so viel schöner. Trotzdem muss man sich erst mal auf die Situation einstellen können und das benötigt Geduld und Zeit und Verständnis füreinander. Ich frage mich manchmal ob das so einfach ist wie es bei manchen aussieht.

Ich verabschiede mich an dieser Stelle erst mal.

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Hello, my name is…

Wie soll denn das Baby heißen? Habt ihr schon einen Namen? Was bedeutet denn der Name? Wie seid ihr darauf gekommen? 

Diese und viele ähnliche Fragen kennen werdende Eltern nur zu gut. Natürlich ist das immer interessant, wie das neue Menschlein heißen wird. Ich finde es selbst auch immer interessant und will es gerne wissen, da mach ich kein Geheimnis drum 😀 Und doch ist es gar nicht so einfach sich für einen Namen zu entscheiden. Es gibt viele Dinge zu beachten und man kann so viel „falsch“ machen. Aber kann man wirklich was falsch machen? Das ist wieder so eine Glaubensfrage, denn wer entscheiden was falsch ist und was nicht? Na ja, es gibt einfach so allgemein ein paar Dinge die manche Menschen als falsch empfinden können und die einen Namen damit ins „Aus“ schießen können.

Wir selber haben schon bevor wir wussten das ich schwanger war eine Liste mit Namen gehabt, die wir für ein Kind potentiell gut finden würden. Diese legten wir fest, als wir uns entschlossen haben, dass wir irgendwann Kinder haben wollen. Kann natürlich sein, dass es jetzt für einige wieder zu früh ist, aber das ist mir jetzt ehrlich gesagt egal 😀 Dabei war die Festlegung der Namen ein wenig schwierig. In welche Richtung geht man denn? Nimmt man deutsche Namen? Nimmt man internationale Namen? Was passt mit welchem Nachnamen zusammen? Nun als wir die Liste anlegten, hatten wir uns darauf geeinigt, dass die Vornamen, mit seinem Nachnamen zusammen passen sollten, da wir schon daran denken, irgendwann den selben Nachnamen zu tragen 😉 Da er einen türkischen Nachnamen hat, lag es nahe, dass man Namen nimmt, die damit auch gut klingen… Also fallen natürlich so Sachen wie Justin oder sowas raus (damit das klar ist, dieser Name stand nie zur Debatte). Sein Wunsch war ein türkischer Name – mein Wunsch, dass er nicht so extrem türkisch klingt. Ich wollte ungern so einen klassisch türkischen Namen, den man an jeder Ecke hört. Nicht das ich irgendwen damit angreifen will, der vielleicht einen solchen Namen trägt oder sagen will, dass solche Namen hässlich sind oder sonst was. Ich wollte nur gerne etwas haben, was man nicht an jeder Ecke hört. Das würde auch für alle anderen Namen aus jeder anderen Richtung gelten. Auch sollte der Name gut auszusprechen sein, denn niemand will sich stundenlang darüber Gedanken machen müssen wie ein Name ausgesprochen werden muss und ihn am Ende dann auch noch falsch sagen. Wäre auch doof, wenn ich den Namen selbst nicht richtig aussprechen kann 😀

Also hatten wir am Ende ein paar Namen aufgeschrieben. Im Endeffekt lief es so ab, dass ich mir so ziemlich jeden türkisch angehauchten Namen durchgeschaut habe, teilweise die Bedeutungen nachgeschlagen habe (hätte jetzt ungern einen Namen genommen, der zwar schön klingt, aber am Ende Bratpfanne heißt) und dann die Namen nach „Mädchen/Junge“ getrennt auf eine Liste geschrieben habe. Er hat am Ende nochmal drüber geschaut, und dann sein okay gegeben oder abgelehnt was er doof fand. Und so stand unsere Liste.

Als ich dann schwanger war, haben wir relativ schnell entschieden, wie das Baby heißen soll, falls es ein Junge werden soll (lediglich über die Schreibweise haben wir diskutiert, und dass nicht grade sanft :D) und für ein Mädchen haben wir zwei Namen gehabt die wir als gut empfunden haben. Okay, ehrlich gesagt, hat er sich mit den Mädchennamen kaum beschäftigt, weil er der festen Überzeugung war, es wird ein Junge und somit nur auf Jungsnamen fixiert war. Aber irgendwann haben wir uns auch über die Variante Mädchennamen unterhalten müssen, da es ja nun mal ein kleines Mädchen ist, dass wir bald begrüßen dürfen. Und irgendwie fühlte sich ein Name richtig an und deshalb haben wir uns für diesen entschieden.

Lange hat den Namen niemand erfahren, nur die Familienmitglieder wussten ihn. Dann hab ich ihn doch insgesamt zwei Freundinnen erzählt und da ich dann gestern bei der Weihnachtsfeier mit der Station nachgegeben habe, und den Namen verraten habe, kann ich ihn auch hier verraten 😀

 

 

Und somit möchte ich euch unser Kleines Mädchen vorstellen: Milana 

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Warum haben wir uns für den Namen entschieden? Nun der Name hat einen schönen Klang, hat sowohl türkische, als auch slawische Ursprünge und verbindet somit unsere beiden Welten perfekt miteinander. Ich liebe die Abkürzung Mila und nenne sie auch meistens so, wenn ich mit ihr rede und er passt gut zu unseren Kriterien. Außerdem hat er eine schöne Bedeutung (die Gnädige, Gütige, Freundliche; Liebling). Irgendwie war er von Anfang an genau das Richtige für unsere kleine Prinzessin und ich kann es kaum abwarten, bis wir Mila endlich in die Arme schließen können.

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