Katzenjammer

Mein Name ist Ruby und ich bin eine kleine Prinzessin – verwöhnt, verschmust, geliebt bis zum geht nicht mehr. Ich durfte im Bett meiner Mama schlafen, in ihrem Arm, auf ihrem Kopfkissen – alles was ich wollte. Es ist ja wohl klar, dass ich hier die Chefin im Haus bin… zumindest dachte ich das mal. Warum sollte es auch nicht so sein… Schaut, wenn mir ein Futter nicht mehr geschmeckt hat, hat meine Mama einfach ein neues gekauft und solange verschiedene Marken und Arten gekauft, bis ich das Richtige für mich auserwählt hatte… da hätte sie ehrlich gesagt auch früher drauf kommen können… Und wenn mir ein Spielzeug zu langweilig wurde, hat sie mir ein neues gekauft? Und ich hatte so viele Schlafmöglichkeiten in der ganzen Wohnung. In nahezu jedem Zimmer stand ein Bettchen für mich, oder Höhlen oder sonst was… Aber ehrlich gesagt habe ich lieber unter Mamas Decke oder in ihrem Bett geschlafen… Warum soll nur sie da schlafen dürfen? Merkt ihr? Ich war die Chefin!

Aber letztes Jahr im Mai wurde etwas anders und ganz komisch… das fiel mir natürlich sofort auf… Frauchen ging auf einmal nicht für 9-10 Stunden aus dem Haus und war total oft daheim. Das war vielleicht toll! Kuscheln wann ich wollte, immer war sie da um mit mir zu reden und zu spielen. Aber sie war irgendwie anders… Sie schlief so viel – für mich ja kein Problem… ich habe mich einfach zu ihr gelegt. Erst auf ihren Bauch… Den hat sie auf einmal verdächtig oft gestreichelt und sie redete plötzlich mit ihm… Drehte sie jetzt komplett durch??? Und dann fing der Bauch auch noch an zu wachsen… am Anfang störte mich das noch gar nicht, aber er hörte gar nicht mehr auf mit dem wachsen… Das war vielleicht ein Balance-Akt sich da gemütlich hinzulegen… Und dann hat irgendwas da drinnen auch noch angefangen mich zu treten! Ja!!! Zu treten! Was ist das denn für eine Sauerei? Ich hab diesem blöden Bauch doch nichts getan! Ich habs dann gelassen mich draufzulegen – den Stress tue ich mir nicht an. Ich hab mich trotzdem in die Nähe von diesem wachsenden Ungetüm gelegt. Erstens hat das Frauchen mich ja weiterhin noch lieb gestreichelt und mit mir gekuschelt und zweites war es da so schön warm. Dann fiel mir eine weitere Sache auf…  irgendwie kamen ständig neue Dinge zum Haushalt dazu… da stand plötzlich so eine weiße Liegewiese mit Gittern – war die etwa für mich? Das ist ja aufmerksam… und diese komische Kommode mit dem Kissen drauf und dann gab es da ein neues überdachtes Bettchen mit Rädern dran… damit könnte Frauchen mich doch super spazieren fahren, wenn sie sich mal wieder besser bewegen konnte, denn das hatte ganz schön nachgelassen. Sie schnaufte und ächzte schon ziemlich… Also fit war anders sag ich euch… Und dann stellten Frauchen und ihr komischer Freund ständig die Möbel um… kaum gewöhnte man sich an etwas, machten sie es anders… unmöglich…!

Und dann kam für mich der schlimmste Tag… eines nachts weckte das Frauchen ihren Freund auf, und sie verschwanden mitten in der Nacht… Puff – weg waren sie! Gut Frauchen verabschiedete sich noch noch lange und ausgiebig bei mir und entschuldigte sich ständig für irgendwas und sowas… Aber ich verstand danach erst warum. Sie kam einige Tage nicht zurück, nur der Freund kam, fütterte mich, spielte mit mir und machte Fotos – immer diese Fotos… Kein Wunder das sie sich dafür entschuldigen musste.. Haut einfach ab und lässt mich mit diesem bärtigen Kerl zurück! Ich sag euch, ich war ganz schön enttäuscht. Hatte sie mich etwa nicht mehr lieb? Lange dachte ich darüber nach und dann ein paar Tage später habe ich tatsächlich IHRE Stimme im Treppenhaus gehört. Juhu! Sie war wieder da!!!! Doch moment, was war das? Sie brachte so ein komisches, kleines zappelndes Ding mit, dass ab und an schrie und ständig ihre Aufmerksamkeit wollte… na toll, das war jetzt nichts, wozu ich meine Zustimmung gegeben hatte.. Nein so war das absolut nicht abgemacht… Warum schrie das Ding den? Das war viel zu laut… mit sowas will ich erst mal nichts zu tun haben – lieber verstecken. Aber das war mir dann doch zu langweilig, schließlich bin ich neugierig und habt ihr es schon vergessen? Ich bin die Chefin hier und muss wissen, was hier so vor sich geht… Ich muss ja sagen, das kleine Ding roch ganz gut – zumindest meistens. Aber manchmal so überhaupt nicht und ich habe mir oft gedacht, dass es sich vielleicht mal waschen sollte? Hm ne, das übernimmt das Frauchen wohl… so, wie alles andere. Scheinbar kann dieses kahlköpfige Ding gar nichts alleine – na super…. Muss ich jetzt etwa auch helfen? Darauf habe ich jetzt ehrlich gesagt nicht so viel Lust. Ich war die ersten Tage wirklich genervt sage ich euch. Selbst wenn ich geschlafen habe, hat das unhöfliche Ding einfach manchmal geschrien. Und ständig hat die Mama es auf dem Arm gehabt und ich konnte mich da nicht mehr hinlegen. So hab ich mir das Leben nicht vorgestellt. Nur sind wir mal ehrlich, irgendwann musste ich ja mal hingehen. Konnte ja wohl nicht so schlimm sein, wenn die Mama auch hingeht und sich damit beschäftigt. Ich hab mich dann eben auch mal in die Nähe davon gelegt und manchmal sogar mit Mama und diesem Ding gekuschelt. War ja auch ganz schön…. Bis es wieder geschrien hat – nervig!

Jetzt ist schon einige Zeit vergangen, seit dieses Ding – es scheint wohl ein Mädchen zu sein – hier eingezogen ist. So wie es aussieht wird sie wohl auch nicht mehr verschwinden und bleibt hier. Toll! Weniger Platz für mich. Und irgendwie gibt sie auch den Tagesablauf vor. Aber was solls. Ich erlaube ihr eben in dieser Wohnung zu bleiben. Und sie hat ja auch ganz coole Spielsachen. Nur manchmal nervt sie wirklich mit ihrem Gebabbel oder wenn sie mal schlecht drauf ist und weint. Aber sie kann schon auch ganz süss ein. Hat mich sogar schon mal gestreichelt – ich habe es ihr erlaubt. Soll ja keiner sagen ich bin gemein. Und ich lass das kleine Ding ein wenig Chef spielen… Aber irgendwann wird sie schon lernen, dass sie mir wieder den Chefposten übergeben muss! Aber ja, eigentlich habe ich sie ja schon lieb – außer sie schreit! Wirklich dieses Schreien nervt!IMG_0537

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Das Ding mit den Hobbys…

Lustig, was sich alles verändert, wenn sich das eigene Leben um einen kleinen Menschen dreht. Übrigens ist dies nicht als „Mimimi, alles ist so blöd“-Post gedacht, vielmehr ist es einfach eine Feststellung und etwas was mir so durch den Kopf geschossen ist. Diese Veränderungen stören mich in keinster Weise, da sie sehr positiv sind, sowohl für den Geldbeutel, als auch für die Seele. 🙂

Pre-Baby-Hobbys:

  • Stundenlang Schminken und neue Techniken ausprobieren (ich rede hier wirklich von 2-3 Stunden): ich liebte es mir fast schon meditativ all die Sachen ins Gesicht zu klatschen, ewig Lidschatten zu verblenden, Lippen nachzuziehen, Wimpern zu kleben uns überall Glitzer zu verbreiten – es entspannte mich und machte mich glücklich
  • Lesen: Ich liebe lesen! Und ich liebe es Bücher zu sammeln. Ich muss aber dazu sagen, dass ich vor meinem Job als Krankenschwester und vor dem Schmink-Wahnsinn definitiv mehr gelesen habe 🙈
  • Stricken, Häkeln und alles was dazu gehört: Vieles was das betrifft habe ich mir selbst beigebracht, vor allem Socken stricken. Ich habe so gerne in Wollläden gestöbert, Wolle gekauft (gar nicht mal so günstig, wie sich das alle vorstellen) und mich dann mit dieser Wolle befasst. Neue Muster ausprobieren und zu sehen wie etwas tolles entsteht, war echt toll
  • Kochen und Backen: tja, dass habe ich wohl von meiner Mutter, die Köchin ist. Ich nehme mir gerne Rezepte und Wandel diese einfach um – es kommt selten vor, dass ich ein Rezept 1:1 umsetze – aber genau das macht mir so Spaß
  • Fotos machen: meistens waren es Fotos von mir, um ehrlich zu sein 😃 Wenn man stundenlang Zeit damit verbracht hat sein Gesicht anzupinseln, wollte man seine Arbeit schließlich auch präsentieren
  • Schlafen – leider kein Witz. Ich habe gerne geschlafen 🙈😂
  • Sport – ich durfte nicht viel machen, wollte aber immer was machen, also hab ich es auch getan

Tja und nun? Es wäre gelogen, wenn ich sage, dass ich all meine Hobbys weiterhin genauso ausgeführt werden können…

  • Geschminkt wird nur noch, wenn es notwendig ist und dann bitte schnell und nicht aufwendig
  • Gelesen wird noch – meist für Mila. Das schöne ist, dass sie gefallen dran hat. Und grade wenn sie einen ihrer schlechten Tage hat, an denen alles doof ist, ist es ein wahres Wundermittel sie in die Trage oder ins Tragetuch zu packen und ihr vorzulesen, während man ein wenig hin und her läuft
  • Handarbeit… das hat leider extrem nachgelassen, ich hoffe aber, dass ich bald wieder mehr Zeit dafür finde
  • Kochen ja – immer noch frisch, immer noch möglichst gesund, aber ohne stundenlanges experimentieren… aber backen – puh, das mach ich kaum noch
  • Oh fotografiert wird jetzt fast noch mehr als vorher – inzwischen mit einer tollen Kamera und mit meinem persönlichen neuen Lieblingsmotiv (na was wohl? 😃) – ich will doch so gut wie jeden Schritt festhalten von meinem Wunderwinzling
  • Das schöne ist, Mila schläft inzwischen immer 4-6 Stunden am Stück in der Nacht, deshalb kann man tatsächlich auch gut schlafen, was toll ist. Das Problem ist, ich bin inzwischen ein schlechter Schläfer geworden – wache auf bei jedem kleinsten Geräusch – die Mamaohren sind überall 😂
  • Und der Sport… Rückbildung mache ich, ja… aber ehrlich gesagt habe ich für mehr aktuell keine Zeit und Lust 🤨

Aber es kam auch so viel schönes Neues hinzu, womit ich meinen Tag verbringe, wie etwa stundenlange Spaziergänge bei so ziemlich jedem Wetter. Erstaunlich was man da alles Neues entdeckt – ich kenne mich inzwischen super aus in einem 10 km Radius von meiner Wohnung aus 😁 Auch macht es Spaß herumzublödeln mit der Kleinen – wieder Kind sein, wieder mal alles nicht so ernst nehmen und alles von einer neuen Seite sehen ist so erfrischend, das glaubt man vorher gar nicht. Ich freue mich ehrlich gesagt auf alle Veränderung – vor allem wenn sie älter wird und wir zusammen basteln können – da warte ich sehnsüchtig drauf 😃

Habt einen schönen Sonntag! 😘

Babyspeck

Tja, in diesem Post geht es nicht um Mila’s süßen Babyspeck, der ihr mehr als zusteht. Denn diese Art von Babyspeck ist absolut erlaubt und zuckersüß und ich würde niemals etwas daran ändern wollen. Ich rede tatsächlich von meinem „Babyspeck“ – mit 28 habe ich natürlich keinen eigenen mehr. Statt dessen meine ich die überschüssigen Pfunde die mir nach der Schwangerschaft noch geblieben sind. Ich habe selbst 18 Kilo zugenommen während meiner Schwangerschaft und das zu einem Zeitpunkt, an dem ich grade erst fast genauso viel abgenommen hatte. Man kann sich natürlich vorstellen, dass es nicht grade einfach war.

Um bei der Wahrheit zu bleiben, hatte ich schon immer ein Problem mit meinem Gewicht. Als Kind war ich so super dürr, dass man meine Rippen abzählen konnte, das lag aber eher an meinem Stoffwechsel und daran das ich vor meiner ersten Herzoperation mit 6 Jahren nicht so gut essen konnte und wollte. Nach den OPs nahm ich tatsächlich relativ schnell zu. Ich war niemals extrem übergewichtig oder sonst was, aber zu den meisten Zeitpunkten in meinem Leben war an mir ein wenig was dran. Vor meiner letzten Herzoperation im Jahr 2015 hatte ich meinen Gewichtshöhepunkt erreicht mit 85 kg. Ich bin 1,73 m groß, daher sah ich nicht extrem dick aus, aber man sah eben das was dran war. Nach der OP begann dann der langwierige Prozess des Abnehmens, der eher zufällig passierte, da ich eine ganze Zeit lang nicht richtig essen konnte und mich ständig verschluckte. Bis heute ist es noch so, dass ich durch meine einseitige Stimmbandlähmung Schwierigkeiten habe große Mengen an Flüssigkeit runterzuschlucken, ohne mich dabei extrem zu verschlucken und das ganze in einem Hustenanfall enden zu lassen. Okay aber wieder zum Thema. In der Zeit seit meiner letzten OP bis letzten Jahr März (also einem Zeitraum von 2 Jahren), hatte ich es also kontinuierlich geschafft 20 kg abzunehmen – für mich ein Traum. Ich hab mich so wohl gefühlt in meinem Körper und war wirklich glücklich.

Nun wurde ich ja schwanger und das damit auch eine Gewichtszunahme kommt, war mir natürlich klar und es hat mich auch nicht gestört, denn ich nahm ja nicht zu, weil ich mich nur noch mit Junkfood zustopfte oder so, sondern weil mein wunderschönes Baby in mir heranwuchs – gut ein Teil waren auch Wassereinlagerungen, aber ich versteht worauf ich hinaus will.

Nach der Geburt ging der Großteil der Kilos (am Anfang der Schwangerschaft war ich bei  70 kg) wieder runter und jetzt 11 Wochen nach der Geburt, sind noch 4 hartnäckige Kilos übrig. Wie kann es sein, dass sich 4  kg so hartnäckig halten? 😀 Na ja und der Körper ist natürlich auch nicht mehr so straff, grade am Bauch – sind wir einfach mal ehrlich. Beschönigen bringt hier doch nichts und entspricht einfach auch nicht der Realität.

Ich bewundere die Mamis, die 6-8 Wochen nach der Geburt wieder eine Traumfigur haben und das scheinbar ganz ohne Anstrengung – ich habe da leider weniger Glück und muss ein wenig an mir arbeiten. Wobei ich denke die wenigsten haben das Glück, dass solche Traumfiguren wieder, ganz ohne Arbeit und Anstrengung zustande kommen oder?

Somit beginne ich also ein Projekt, dass da lautet „Der Babyspeck muss weg“ – und zwar weil ich es will um mich wohler zu fühlen, fitter zu sein und weil es bei meinem Herzfehler auch einfach praktischer ist für die Pumpe, da sie weniger arbeiten muss. Da ich immer noch nicht vollkommen Sport machen darf, wie vorher, und noch mitten in der Rückbildung stecke, muss ich erst mal mit einer Ernährungsumstellung beginnen, viel mit der kleinen laufen (das mache ich gerne – ob im Kinderwagen oder in der Trage – das macht einfach Spaß!) und meine Rückbildungsübungen machen, bis ich wieder so belastbar bin und meine Muskeln wieder so anstrengen darf wie vorher.

Ich esse eigentlich schon sehr ausgewogen mit super viel Gemüse – ich liebe Gemüse – und kaum Junkfood. Auch koche ich eigentlich so gut wie immer alles frisch und ohne Tütchen… aber das scheint nicht zu reichen, deshalb habe ich wieder mit Weight Watchers begonnen, da ich damit schon mal super Erfolge feiern konnte. Ich brauche einfach eine Begrenzung und einen Ansporn.

Mir stehen täglich 23 Punkte zur Verfügung und ich habe eine zusätzlichen Puffer von 35 Punkten. Ich finde das System ganz gut um ehrlich zu sein und bin gespannt wie es damit laufen wird. Mein Freund hat halt leider ein wenig Pech, weil ich diejenige bin die kocht und er sich somit anpassen muss – dass stört ihn an sich nicht, denn auch er liebt Gemüse usw. Allerdings könnte es für seinen Geschmack öfter Nudeln geben 😀

Ich werde wöchentlich ein kleines (manchmal auch großes Update bringen) und euch – die es interessiert auf meine Reise mitnehmen.

Habt einen schönen Tag 😉

Mamafreuden?

Ich habe ehrlich gesagt nie darüber nachgedacht, was eine Mutter alles leistet, bevor ich selbst Mutter wurde. Ja ich habe an meiner Mutter gesehen, wie sie arbeitet und sich um uns kümmert und den Haushalt schmeißt, und das auch noch ohne Unterstützung von einem Partner, aber es sah immer so leicht aus. Ich habe nicht gesehen, wie sie sich beklagt, weil sie das alles machen muss und dachte daher, dass es gar nicht so schwer ist. Meine Mutter musste sich dazu noch um ein dauerhaft krankes Kind kümmern (mich)…

Jetzt, nachdem ich selbst seit einem Monat und 2 Tagen Mutter bin, muss ich gestehen, dass alles härter ist als ich gedacht habe. Ich arbeite normalerweise als Krankenschwester, wenn ich nicht grade in Elternzeit bin und ich hatte Dienste, die wünscht man niemandem. Mein Beruf ist sowohl körperlich als auch psychisch anstrengend und mit sehr viel Verantwortung verbunden. Und doch habe ich mich nach keinem Dienst so ausgelaugt, so kaputt, so müde und so wenig wie ich selbst gefühlt wie ich es jetzt tue. Aber trotz allem auch nie so glücklich.

Und doch ist die Rolle einer Mutter etwas, was von vielen am Anfang unterschätzt wird und manchmal wird auch diese enorme Aufgabe nicht geschätzt oder heruntergespielt. Ich selbst habe auch gedacht es wird einfacher. Doch eine Mutter, muss im Gegensatz zum Vater schon in der Schwangerschaft mit ihrer Veränderung beginnen. Von Anfang an übernimmt sie eine Verantwortung und wird mit Ängsten konfrontiert die man sich vorher nicht ausgemalt hat. Man verzichtet als Mutter von Anfang an auf manche Sachen die man vorher mochte oder gemacht hat und stellt sich schon lange um, bevor das Baby auf der Welt ist. Für Väter ist dies meist noch nicht greifbar und sie haben nicht immer so einen Bezug dazu. Und dann kommt dieses kleine Wesen auf die Welt und man ist erschöpft und voller Glück und gleichzeitig voller Angst und will alles richtig machen. Und ab dem Zeitpunkt bist du nicht mehr alleine. Dein Tag gehört komplett diesem kleinen Menschen der auf dich angewiesen ist. Du schläfst nach seinem Rhythmus, du isst und trinkst nach seinem Rhythmus, du erledigst alles dann, wenn es dir die Zeit erlaubt. Gewohnheiten die du früher hattest, kannst du erst mal ablegen. Hobbys genauso. Spontanität? Was ist das? Es ist eine anstrengende Zeit und ich habe grade mal einen Monat hinter mir. Alleine wenn du spazieren gehst mit dem Kind muss so viel geplant werden und an so viel gedacht werden und selbst wenn du was geplant hast, heißt es nicht das der Plan genauso umgesetzt werden kann. Denn Kinder sind nun mal keine Puppen, sie sind eigenständige Menschen mit eigenen Gefühlen und Bedürfnissen und sie sind einfach auf dich und deine Liebe und deine Fürsorge angewiesen.

Um euch das mal zu verdeutlichen (wobei ich mir sehr sicher bin, dass es jeder Mama genauso ging und geht), ist hier mal ein Tagesablauf, von Mila und mir, an dem ich nichts außergewöhnliches geplant habe. Nur ein total normaler Tag den ich zum Großteil mit ihr alleine verbringe.

Zwischen 7:00 – 8:00 Uhr: Mila wird wach, hat Hunger, kriegt etwas zu essen, ihre Windel wird gewechselt, ein wenig Körperpflege betrieben und sie wird umgezogen

Zwischen 8:00 – 9:00 Uhr: Mila sitzt im Tragetuch, während ich schnell eine Ladung Wäsche anschalte (denn seitdem sie auf der Welt ist, läuft die Waschmaschine eigentlich so gut wie täglich), säubere und vaporisiere ihre Flaschen, mache mir schnell einen Kaffee, putze Zähne und Kämme mir die Haare, nur um sie dann meistens im praktischen Mama-Dutt zu verstauen und füttere die Katze

Zwischen 9:00 – 10:30 Uhr: Mila kriegt wieder Hunger, wird gefüttert, die Windel wird wieder gewechselt, ich erzähle ihr ein paar Dinge, lese ihr vor oder spiele mit ihr, bis sie müde wird. Wenn sie müde wird, fängt sie an zu quengeln, dann singe ich ihr was vor und versuche sie zum schlafen zu bringen. Hinlegen ist dabei nicht, denn Mila ist momentan noch sehr bedürftig was Körpernähe angeht.

Zwischen 10:30 – 11:50 Uhr: schnell den inzwischen kalten Kaffee austrinken, und dann doch mal einen Toast essen, wenn ich dazu komme. Spülmaschine ausräumen und wieder beladen, Wäsche aufhängen, Katzenklo sauber machen und schon mal die nächste Flasche vorbereiten

Zwischen 12:00 – 14:00 Uhr: Mila füttern, Windeln wechseln, Wickeltasche packen, mich selbst anziehen, Mila anziehen

Zwischen 14:00 – 17:00 Uhr: Einkäufe erledigen, Erledigungen machen und mit Mila spazieren gehen

Zwischen 17:00 – 18:00 Uhr: Mila füttern, Windeln wechseln, wenn sie müde ist, sie zum schlafen bringen, ansonsten sitzt sie in der Trage und wir laufen rum oder ich spiele mit ihr

Zwischen 18:00 – 19:00 Uhr: wenn sie schläft schnell selbst unter die Dusche hüpfen, wenn mein Freund in der Zeit da ist, auch mal etwas länger, noch anfallende Aufgaben im Haushalt erledigen

Zwischen 19:00 – 21:00 Uhr: Mila füttern, Windeln wechseln, Schlafanzug anziehen, ins Tragetuch setzen (sie schläft dann meistens angekuschelt aber hinlegen geht wie gesagt meist nicht), endlich mal was zum Essen machen und essen, Flaschen sauber machen, vaporisieren und Wasser für die Nacht aufkochen (Thermoskanne 😉), restliche Arbeiten für den Tag erledigen

Zwischen 21:00 – 23:00 Uhr: Mila schläft, ich kann mal etwas machen was ich möchte

Zwischen 23:00 – 24:00 Uhr: Mila füttern, Windeln wechseln, wieder zum schlafen bringen

Zwischen 24:00 – 2:00 Uhr: schlafen

Zwischen 2:00 – 2:30 Uhr: Mila füttern, Windeln wechseln, zum schlafen bringen

Zwischen 2:30 – 4:30 Uhr: schlafen

Zwischen 4:30 – 5:00 Uhr: Mila füttern, Windeln wechseln, und meist ist für mich ist die Nacht dann schon beendet – ich muss wieder die Flaschen reinigen, Mila ist zu dieser Zeit meistens unruhig und will wieder nur auf dem Arm liegen. Manchmal schaffen wir es aber auch mit ganz viel Glück nochmal 2 Stunden Schlaf zu schnappen (also ich… sie schläft meistens)

Das ist natürlich kein sturer Plan, denn kein Tag ist wie der andere. Und es ist auch ein Tag an dem kein Termin ansteht oder man nichts geplant hat, wie Besuche oder sowas. Aktuell hat Mila oft Bauchschmerzen und benötigt deshalb sehr viel Geborgenheit und Liebe. Meistens ist es grade um die Abendstunden sehr turbulent und sie weint viel, bedingt durch das Zwicken im Bauch – in dieser Zeit vergesse ich natürlich oft zu essen oder zu trinken oder sonst was. Ich bin zum Glück nicht so schnell gestresst und bin im Umgang mit ihr weiterhin relativ gelassen. Meine Mitmenschen sind leider diejenigen die es eher abkriegen wenn ich total übermüdet und gereizt bin. Irgendwie fühlt man sich ein klein wenig wie ein Zombie. Ich bin froh, wenn mein Freund mal ein wenig übernehmen kann, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt. Nachts ist aber trotzdem mein Part, ich hab eh einen leichteren Schlaf und bin schnell wach, wenn sie quengelt. Ich würde lügen, wenn ich sage ich gewöhne mich an den wenigen Schlaf. Man gewöhnt sich an die Verantwortung und man setzt den kleinen Menschen an erster Stelle. Aber man vergisst sich ein wenig dabei, zumindest geht es mir so. Deshalb bewundere ich alle Mütter, die das so wunderbar machen und sich nie beklagen, nebenbei arbeiten gehen und oftmals mehr als ein Kind mit dem Haushalt unter einen Hut bringen. Und dann will man ja auch noch Frau und Partnerin sein und muss dafür auch noch Zeit finden. Das ist alles wirklich nicht einfach. Es ist wichtig das man Menschen hat, die einen unterstützen, sei es die Familie oder der Partner oder gute Freunde. Und es ist wichtig an eure eigenen Mütter zu denken, die das alles gemacht haben und dabei großartiges geleistet haben und oftmals in schwierigeren Umständen. Ich selbst habe das alles unterschätzt, aber man wächst da rein und es ist der schönste Beruf der Welt – wenn man dieses kleine Wesen sieht und erlebt wie es täglich etwas Neues lernt platzt man vor Stolz.

Mamis sind super!!!

Ein Arzttermin jagt den nächsten…

Das erste Trimester verging im Nachhinein, wie im Flug, doch wenn man drin steckt, könnte es gar nicht schnell genug rum gehen. Mal abgesehen davon, wie schlimm die Umstellung für den Körper ist und welche Schwangerschaftssymptome einen plagen, ist da noch die Angst, dass im ersten Drittel der Schwangerschaft etwas passieren könnte. Ich glaube alle Mamas und alle die noch Mamas werden sind damit vertraut. Man macht sich verrückt, achtet auf jede Kleinigkeit und denkt ständig nach. Am besten sollte man das Internet in dieser Zeit meiden, denn das hilft einem nun wirklich nicht weiter. Was ich alles für Statistiken gelesen habe und die traurigen Geschichten die manche Sternchenmamis geteilt haben machten das warten auf das Ende der 12. Woche unerträglich. 

Aber alles lief gut – zum Glück. Und mein kleines Baby entwickelte sich gut. Das Problem an der Sache war eher ich. Ging es mir im ersten Trimester noch recht gut, so schlug mein Körper ab der 14. Woche richtig zu. 

Dazu muss man sagen, dass ich einen angeborenen Herzfehler habe. Ich wünschte ich könnte diesen jetzt etwas runter spielen und sagen, dass er recht banal ist, doch wäre das eine glatte Lüge. Ich könnte jetzt ein paar Diagnosen hinknallen, und vielleicht könnte manch einer etwas damit anfangen, aber ich denke für viele wäre das eher langweilig. Ich kann aber soviel sagen, dass ich schon einen langen Weg hinter mir habe und dieser noch nicht vorbei ist. Alleine fünf OPs am offenen Herzen reichen einem schon für ein Leben lang. Leider wird mein Herzfehler nie geheilt sein und ich werde mich immer wieder langen und schweren Operationen unterziehen müssen, die nicht einfacher werden. Laut meinen Ärzten bin ich ungefähr bei der Hälfte meiner Lebenserwartung angekommen und werde irgendwann ein neues Herz benötigen müssen. Aber ich versuche das etwas positiver zu sehen. Die Medizin entwickelt sich immer weiter und irgendwann wird es vielleicht Mittel und Wege geben, mir und auch anderen Menschen mit ähnlichen Fehlbildungen und Komplikationen am Herzen zu helfen. 🙂 

Doch dieser Herzfehler war es auch, der meine Ärzte dazu bewog, mir zu sagen, dass sie mit enormen Schwierigkeiten rechnen müssen, wenn ich einmal schwanger werden würde. Sie haben es mir nie verboten und mir auch nie davon abgeraten, aber sie warnten mich, dass es ein sehr beschwerlicher Weg sein würde. Sie behielten nun also Recht. Denn ab der 14. Woche merkte ich immer wieder sie die Luft knapper wurde. Ich hatte schon mit den kleinsten Dingen meine Probleme. Ein mal die ganze Wohung durch saugen? Unvorstellbar ohne mehrere Pausen. Ich kam außer Puste, wenn ich putzte oder nur mal etwas schneller gehen musste. Vom Treppensteigen fang ich gar nicht erst an. Und dann waren da ständig die Stolperer, die mein Herz machte, das Rasen, dass aufeinmal kam, wenn ich ruhig im Sessel saß und etwas gelesen habe. Ich spürte meinen Herzschlag bis in den Hinterkopf, mein Kreislauf machte mir Probleme. Zwar war mein Puls erhöht, aber mein Blutdruck niedrig, deshalb neigte ich dazu zu kollabieren. Das alles schmälerte dieses wunderschöne Erlebnis ein Kind in sich zu tragen natürlich etwas. Ich weinte oft weil ich mich überfordert fühlte, bemühte mich gleichzeitig aber, doch ruhig zu bleiben, damit es meinem Baby gut ging. Das war alles andere als einfach und verlangte mir viel ab. 

Und auch die weiteren Unersuchungen die ich hatte machten es nicht einfacher. Die Frauenarzttermine waren für mich immer etwas schönes, denn da ging es nicht um mich, sondern um unser Baby. Aber meine Kardiologin raubte mir schnell alle Illusionen. Ihre Untersuchungen ergaben, dass mein Herz jetzt schon stark belastet ist und das meine rechte Herzkammer seit dem letzten Mal vergrößert ist. Der Ultraschall den sie durchführte dauerte ewig und das beunruhigte mich sehr. Wir führten anschließend ein längeres Gespräch in dem sie mir einige Ratschläge gab, unter anderem müsste ich zu einer speziellen Sprechstunde für Schwangere mit angeborenen Komplexen Herzfehlern. Vor ein paar Tagen rief ich dort an um einen Termin auszumachen und erklärte dort meine Situation. Die Mitarbeiterinnen waren sehr nett und verständnisvoll, aber man sagte mir auch, dass sie es nicht verstehen, warum ich noch nicht auf einer kardiologischen Station zur Überwachung liege. Irgendwie schockierte mich diese Aussage, denn ich selbst schätzte die Situation nicht als so dramatisch ein. Versteht nicht nicht falsch. Ich fühlte mich nicht gut, aber so ging es mir schon sehr, sehr oft in meinem Leben und deshalb lag es mir fern in ein Krankenhaus zu gehen. Wenn man seine halbe Kindheit in einem Krankenhaus verbringt, hat man Schwierigkeiten damit, sich wieder dorthin zu begeben und keine negativen Gefühle zu entwickeln. Da ich erstmal nicht ins Krankenhaus möchte, werde ich jetzt eine ganze Menge Arzttermine bewältigen müssen. Sollte sich mein Zustand verschlimmern, werde ich aber natürlich vernünftig sein, denn hier geht es nicht nur um mich. Aktuell freue ich mich über jeden Tag an dem es uns gut geht und wir zuhause verbringen können, doch mir ist bewusst, dass dies nicht so bleiben wird und ich mit hoher Wahrscheinlichkeit noch ein paar Aufenthalte in der Klinik buchen kann. 

Heute freu ich mich allerdings darüber, dass wir die 18. Schwangerschaftswoche erreicht haben und ich meinen kleinen Bauchzwerg immer öfter spüre 🙂 ❤

Oh Baby… wie es weiter ging… 

Nun wusste ich also, dass ich ein Baby erwartete. Ich würde Mama werden. In meinem Kopf spielten sich gefühlte 1000 Gedanken ab. Selbstverständlich überwog die Freude. Aber da war auch so viel Angst…

Angst darüber wie mein Freund reagiert…

Angst darüber was passiert, wenn er es nicht will – unsere Beziehung war kritisch… was wenn sie das nicht überstehen würde? 

Ich hatte Angst, dass der Test doch nicht richtig war und ich am Ende gar nicht schwanger war

Oder das mein Herzfehler, den ich seit Geburt an habe zu einem enormen Problem wird… 

Da war so viel Angst, und doch konnte ich nicht aufhören zu grinsen… Nein. Negative Gedanken waren nicht angebracht. Es würde alles gut werden! Das sagte ich mir fest. 

Nun war die Zeit gekommen, es ihm zu sagen. Ich hatte mir schon oft darüber Gedanken gemacht, wie ich sowas verkünden würde, hatte die süßesten Ideen im Kopf – doch wie soll man sie umsetzen, wenn der andere sich nicht meldet? Also habe ich ihm lediglich ein Bild gesendet, in der Hoffnung das er darauf reagieren würde, wenn er schon meine vielen Nachrichten, die ich ihm die letzten Tage geschickt hatte, ignoriert hatte. Ich schickte ihm lediglich ein Bild und wartete… 

    

Und die Antwort kam schneller als gedacht. Er war geschockt, konnte es nicht glauben. Versprach aber zu mir zu kommen und mit mir zu reden. Wieder warten. Ich konnte aber nicht warten. Ich musste raus, ein wenig laufen. Also schnappte ich mein Handy und meine Kopfhörer und spazierte ein wenig draußen herum und hing meinen Gedanken nach. Ich lief Richtung Ubahn und traf dort meinen Freund und wir gingen zu einem Spielplatz in der Nähe, und setzten uns. Anfangs war es eher so, dass wir schwiegen. Wie redet man am besten über sowas? Aber dann kam das Gespräch doch ins Rollen… 
Wir wollten beide Kinder. Aber der Zeitpunkt war so ungünstig. Aber wann ist ein Zeitpunkt jemals günstig? Es gibt nicht den perfekten Zeitpunkt. Irgendwas ist immer. Und deshalb enttäuschte mich seine Reaktion am Anfang sehr. Ich weinte, er wusste nicht damit umzugehen. Wir gingen nach Hause und redeten auch dort noch weiter. Irgendwann musste er wieder nach Hause und ich sagte ihm, er solle nachdenken, nochmal darüber schlafen und vielleicht sieht er das ganze dann ja anders. 

Und ein paar Tage später hatten wir den Termin beim Frauenarzt, bei dem er mit dabei sein wollte. Und siehe da… er war wie ausgewechselt – er machte Witze, wirkte gelöster und so als würde er sich freuen. Zwar war er noch etwas verhalten, aber als er dann das erste Mal unser Baby sah – zumindest das was man davon sehen konnte in diesem Stadium – akzeptierte er das was auf uns zukam. Er war bereit Papa zu werden und bestätigte das, was ich mir am Anfang gesagt hatte:

Alles wird gut! Wir bekommen unser Baby 😍

To my dear ones out there…

Hello my dear ones,

I appreciate it, that you’re still here, reading what I have to say. And I am very glad to have this platform to share my feelings and thoughts with you. But I have decided to change things up a bit.

I want to go back to the roots and I’m going to write in German again. I am aware that not all of you may be able to stick with me after this decision because some of you might not understand German.

For those of you, who can’t go on following my blog after that: Thank you so far for being here with me and supporting this little blog of mine. I wish you all the best!

For those of you, who still will be there: Thank you for sticking with me! I love you all!

Read you soon!

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