Katzenjammer

Mein Name ist Ruby und ich bin eine kleine Prinzessin – verwöhnt, verschmust, geliebt bis zum geht nicht mehr. Ich durfte im Bett meiner Mama schlafen, in ihrem Arm, auf ihrem Kopfkissen – alles was ich wollte. Es ist ja wohl klar, dass ich hier die Chefin im Haus bin… zumindest dachte ich das mal. Warum sollte es auch nicht so sein… Schaut, wenn mir ein Futter nicht mehr geschmeckt hat, hat meine Mama einfach ein neues gekauft und solange verschiedene Marken und Arten gekauft, bis ich das Richtige für mich auserwählt hatte… da hätte sie ehrlich gesagt auch früher drauf kommen können… Und wenn mir ein Spielzeug zu langweilig wurde, hat sie mir ein neues gekauft? Und ich hatte so viele Schlafmöglichkeiten in der ganzen Wohnung. In nahezu jedem Zimmer stand ein Bettchen für mich, oder Höhlen oder sonst was… Aber ehrlich gesagt habe ich lieber unter Mamas Decke oder in ihrem Bett geschlafen… Warum soll nur sie da schlafen dürfen? Merkt ihr? Ich war die Chefin!

Aber letztes Jahr im Mai wurde etwas anders und ganz komisch… das fiel mir natürlich sofort auf… Frauchen ging auf einmal nicht für 9-10 Stunden aus dem Haus und war total oft daheim. Das war vielleicht toll! Kuscheln wann ich wollte, immer war sie da um mit mir zu reden und zu spielen. Aber sie war irgendwie anders… Sie schlief so viel – für mich ja kein Problem… ich habe mich einfach zu ihr gelegt. Erst auf ihren Bauch… Den hat sie auf einmal verdächtig oft gestreichelt und sie redete plötzlich mit ihm… Drehte sie jetzt komplett durch??? Und dann fing der Bauch auch noch an zu wachsen… am Anfang störte mich das noch gar nicht, aber er hörte gar nicht mehr auf mit dem wachsen… Das war vielleicht ein Balance-Akt sich da gemütlich hinzulegen… Und dann hat irgendwas da drinnen auch noch angefangen mich zu treten! Ja!!! Zu treten! Was ist das denn für eine Sauerei? Ich hab diesem blöden Bauch doch nichts getan! Ich habs dann gelassen mich draufzulegen – den Stress tue ich mir nicht an. Ich hab mich trotzdem in die Nähe von diesem wachsenden Ungetüm gelegt. Erstens hat das Frauchen mich ja weiterhin noch lieb gestreichelt und mit mir gekuschelt und zweites war es da so schön warm. Dann fiel mir eine weitere Sache auf…  irgendwie kamen ständig neue Dinge zum Haushalt dazu… da stand plötzlich so eine weiße Liegewiese mit Gittern – war die etwa für mich? Das ist ja aufmerksam… und diese komische Kommode mit dem Kissen drauf und dann gab es da ein neues überdachtes Bettchen mit Rädern dran… damit könnte Frauchen mich doch super spazieren fahren, wenn sie sich mal wieder besser bewegen konnte, denn das hatte ganz schön nachgelassen. Sie schnaufte und ächzte schon ziemlich… Also fit war anders sag ich euch… Und dann stellten Frauchen und ihr komischer Freund ständig die Möbel um… kaum gewöhnte man sich an etwas, machten sie es anders… unmöglich…!

Und dann kam für mich der schlimmste Tag… eines nachts weckte das Frauchen ihren Freund auf, und sie verschwanden mitten in der Nacht… Puff – weg waren sie! Gut Frauchen verabschiedete sich noch noch lange und ausgiebig bei mir und entschuldigte sich ständig für irgendwas und sowas… Aber ich verstand danach erst warum. Sie kam einige Tage nicht zurück, nur der Freund kam, fütterte mich, spielte mit mir und machte Fotos – immer diese Fotos… Kein Wunder das sie sich dafür entschuldigen musste.. Haut einfach ab und lässt mich mit diesem bärtigen Kerl zurück! Ich sag euch, ich war ganz schön enttäuscht. Hatte sie mich etwa nicht mehr lieb? Lange dachte ich darüber nach und dann ein paar Tage später habe ich tatsächlich IHRE Stimme im Treppenhaus gehört. Juhu! Sie war wieder da!!!! Doch moment, was war das? Sie brachte so ein komisches, kleines zappelndes Ding mit, dass ab und an schrie und ständig ihre Aufmerksamkeit wollte… na toll, das war jetzt nichts, wozu ich meine Zustimmung gegeben hatte.. Nein so war das absolut nicht abgemacht… Warum schrie das Ding den? Das war viel zu laut… mit sowas will ich erst mal nichts zu tun haben – lieber verstecken. Aber das war mir dann doch zu langweilig, schließlich bin ich neugierig und habt ihr es schon vergessen? Ich bin die Chefin hier und muss wissen, was hier so vor sich geht… Ich muss ja sagen, das kleine Ding roch ganz gut – zumindest meistens. Aber manchmal so überhaupt nicht und ich habe mir oft gedacht, dass es sich vielleicht mal waschen sollte? Hm ne, das übernimmt das Frauchen wohl… so, wie alles andere. Scheinbar kann dieses kahlköpfige Ding gar nichts alleine – na super…. Muss ich jetzt etwa auch helfen? Darauf habe ich jetzt ehrlich gesagt nicht so viel Lust. Ich war die ersten Tage wirklich genervt sage ich euch. Selbst wenn ich geschlafen habe, hat das unhöfliche Ding einfach manchmal geschrien. Und ständig hat die Mama es auf dem Arm gehabt und ich konnte mich da nicht mehr hinlegen. So hab ich mir das Leben nicht vorgestellt. Nur sind wir mal ehrlich, irgendwann musste ich ja mal hingehen. Konnte ja wohl nicht so schlimm sein, wenn die Mama auch hingeht und sich damit beschäftigt. Ich hab mich dann eben auch mal in die Nähe davon gelegt und manchmal sogar mit Mama und diesem Ding gekuschelt. War ja auch ganz schön…. Bis es wieder geschrien hat – nervig!

Jetzt ist schon einige Zeit vergangen, seit dieses Ding – es scheint wohl ein Mädchen zu sein – hier eingezogen ist. So wie es aussieht wird sie wohl auch nicht mehr verschwinden und bleibt hier. Toll! Weniger Platz für mich. Und irgendwie gibt sie auch den Tagesablauf vor. Aber was solls. Ich erlaube ihr eben in dieser Wohnung zu bleiben. Und sie hat ja auch ganz coole Spielsachen. Nur manchmal nervt sie wirklich mit ihrem Gebabbel oder wenn sie mal schlecht drauf ist und weint. Aber sie kann schon auch ganz süss ein. Hat mich sogar schon mal gestreichelt – ich habe es ihr erlaubt. Soll ja keiner sagen ich bin gemein. Und ich lass das kleine Ding ein wenig Chef spielen… Aber irgendwann wird sie schon lernen, dass sie mir wieder den Chefposten übergeben muss! Aber ja, eigentlich habe ich sie ja schon lieb – außer sie schreit! Wirklich dieses Schreien nervt!IMG_0537

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Was mir 14 Tage vor der Geburt durch den Kopf schießt…

Jetzt sind es bis zum Kaiserschnitt–Termin noch 14 Tage und man könnte meinen alles ist geregelt und man sitzt entspannt da und genießt die letzten Tage… hach ja… äh nein! Ich habe euch mal zusammengeschrieben, was mir in diesen letzten Tagen so durch den Kopf geht – viel Spaß dabei 😉

  • Wie groß kann dieser Bauch noch werden? Das frage ich mich fast täglich. Denn auch wenn ich mich jetzt schon wie ein kleiner Wal fühle und mich frage, wie meine Haut es schafft sich so extrem zu dehnen, scheint mein Körper noch nicht genug zu haben. Es ist wie ein Ballon, der zwar schon aufgeblasen ist, aber man versucht trotzdem noch mehr Luft reinzukriegen – bis er platzt! Und genau so fühlt sich der Bauch auch an 🎈📌
  • Lohnt es sich, das aufzuheben? Ich bin ein Tollpatsch und mir fällt leider sehr oft was runter – in diesem Stadium leider keine gute Eigenschaft… wenn mir also etwas auf den Boden fällt, und keiner in der Nähe ist um mir zu helfen, überlege ich wirklich 3 Mal ob ich mich dafür bücken soll. Wobei Bücken das falsche Wort ist, denn eigentlich ist das Bücken nicht mehr möglich – vielmehr muss ich in die Knie gehen und mich dann langsam wieder hoch hangeln… und ja, eigentlich ist das eh die Rückenschonendere Variante, ich weiß 😉 Aber so passiert es schon mal, dass mein Handy eben nicht geladen wird, weil mir das Ladekabel runterfällt und ich es nicht für wichtig genug erachte diese hochakrobatischen Leistungen zu vollbringen – voll geladene Handys werden überbewertet…
  • Gehe ich wirklich ans Telefon? Mein Handy habe ich aktuell immer bei mir, weil man ja nie weiß ob es nicht trotzdem schon vorher losgeht. Außerdem muss ich eh immer eine Möglichkeit haben jemanden zu erreichen, wenn es mir aufgrund des Herzens oder so plötzlich schlecht geht. Aber wenn das Festnetz–Telefon klingelt und ich grade irgendwo sitze, überlege ich wirklich ob ich aufstehen will und zum Telefon gehen will, denn sind wir mal ehrlich in 87% der Fälle bin ich zu langsam und der Anrufer kann gleich mit meinem Anrufbeantworter reden. Also bemühe ich mich ehrlich gesagt in den meisten Fällen nicht mal mich zu erheben 🙈
  • Was genau macht mein Körper da? Es zieht hier, es sticht dort, es zwackt überall… Und manchmal zur selben Zeit. Dann wird der Bauch wieder hart. Die Beine Schwellen an, ich kriege Wadenkrämpfe mitten in der Nacht. Inzwischen kann man die Senkwehen ziemlich gut ertragen und weiß wie sie sich anfühlen, doch wenn zu den bekannten Dingen etwas Neues dazu kommt fragt man sich plötzlich: geht es jetzt los? Und es geht dann natürlich noch nicht los, aber als Erstgebärende sind diese Fragen trotzdem da.
  • Habe ich alles in die Kliniktasche gepackt? Meine Kliniktasche (okay, es ist ein kleiner Koffer), habe ich seit etwa 2 Wochen vollständig gepackt. Und vorher habe ich mindestens vier Wochen damit verbracht darüber nachzugrübeln, was ich alles einpacken werde. Und kaum war der Koffer mühsam verschlossen habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich nicht doch was vergessen habe. Und dann sind da noch die Dinge die ich sonst noch mitnehmen muss – Dokumente, die Dinge die in die Handtasche gehen usw…. Ich könnte tatsächlich jeden Tag umpacken. Und grade fällt mir ein, dass mir jemand geraten hat, etwas zum knabbern mitzunehmen… das habe ich nich nicht eingepackt 😃
  • Schaffen wir es überhaupt zum festgelegten Kaiserschnitt–Termin oder will sie früher kommen? Ich denke darüber macht sich jede werdende Mutter Gedanken, unabhängig davon, welche Art der Entbindung sie gewählt hat. Nur ganz wenige Kinder kommen zum errechneten Termin, deshalb sind die letzten Wochen sehr spannend. Und es gibt sehr viele Meinungen darüber, wann das Baby nun kommt. Glaubt mir, ich habe schon sehr viele mögliche Geburtstermine gesagt gekriegt, aufgrund der Größe des Bauches oder der Art und Weise wie er aussieht usw. Und man fragt sich: wer wird Recht haben? Mich persönlich stören die vielen Meinungen nicht. Ich finde es echt interessant. Und auch wenn ich weiß, dass es gut für die Kleine ist, solange in meinem Bauch zu bleiben wie es geht, muss ich leider ehrlich gestehen: Ich wünsche mir manchmal, dass sie früher kommt. Es ist einfach ermüdend und anstrengend und die letzten Tage können nicht schnell genug rum gehen. Aber bitte verteufelt mich jetzt nicht, dass sind die Hormone 🙈
  • Wie soll ich noch eine bequeme Position finden? Wirklich, nichts ist mehr angenehm. Nicht liegen, nicht stehen, nicht sitzen. Egal wie, es ist alles grausam und unbequem. Ich lagere mich selbst im Bett schon mit mehreren Kissen, muss was unter den Bauch legen, unter den Rücken. Dann beginnt das große Umbauen, wenn man sich mal drehen muss. Wenn man sich hinsetzt muss man sich auch auf eine bestimmte Art und Weise hinsetzen, um sicher zu gehen, dass man ein wenig so sitzen bleiben kann. Bitte wenn jemand Tipps hat, immer her damit! Alles was hilfreich ist, wird gerne gesehen.
  • Schmerzmittel nach dem Kaiserschnitt? Ich frage mich oft, wie stark wohl die Schmerzen nach dem Kaiserschnitt sein werden und in wie weit mich diese beeinträchtigen werden. Ich hatte fünf Operationen am offenen Herzen, in verschiedenen Stadien meines Lebens. Ich weiß was Schmerzen sind und wie man damit umgehen kann. Doch der Unterschied ist natürlich, dass ich mich nach den OPs nicht um jemand anderen kümmern musste. Hier werde ich nach dieser OP verantwortlich sein, für ein kleines Menschlein. Und auch wenn ich meinen Freund habe der mich unterstützt und es im Krankenhaus auch jemanden gibt der da sein kann, will ich natürlich so schnell wie möglich alles selbst machen können. Auch frage ich mich dann natürlich, ob ich dann Schmerzmittel nehmen soll, wenn ich die Schmerzen nicht aushalte oder ob sie durchs Stillen ans Baby übertragen werden und was diese dann ausmachen. Klar liest man alles nach, klar habe ich auch durch meinen Job ein wenig Einblick darin. Trotzdem fragt man sich sowas und überlegt hin und her.
  • Werden wir es hinkriegen, als Eltern? Auch das dürften sich viele fragen. Sowas ist neu, sowas verändert eine Partnerschaft. Das Baby wird so viel anders machen und vieles aber auch so viel schöner. Trotzdem muss man sich erst mal auf die Situation einstellen können und das benötigt Geduld und Zeit und Verständnis füreinander. Ich frage mich manchmal ob das so einfach ist wie es bei manchen aussieht.

Ich verabschiede mich an dieser Stelle erst mal.

Hello, my name is…

Wie soll denn das Baby heißen? Habt ihr schon einen Namen? Was bedeutet denn der Name? Wie seid ihr darauf gekommen? 

Diese und viele ähnliche Fragen kennen werdende Eltern nur zu gut. Natürlich ist das immer interessant, wie das neue Menschlein heißen wird. Ich finde es selbst auch immer interessant und will es gerne wissen, da mach ich kein Geheimnis drum 😀 Und doch ist es gar nicht so einfach sich für einen Namen zu entscheiden. Es gibt viele Dinge zu beachten und man kann so viel „falsch“ machen. Aber kann man wirklich was falsch machen? Das ist wieder so eine Glaubensfrage, denn wer entscheiden was falsch ist und was nicht? Na ja, es gibt einfach so allgemein ein paar Dinge die manche Menschen als falsch empfinden können und die einen Namen damit ins „Aus“ schießen können.

Wir selber haben schon bevor wir wussten das ich schwanger war eine Liste mit Namen gehabt, die wir für ein Kind potentiell gut finden würden. Diese legten wir fest, als wir uns entschlossen haben, dass wir irgendwann Kinder haben wollen. Kann natürlich sein, dass es jetzt für einige wieder zu früh ist, aber das ist mir jetzt ehrlich gesagt egal 😀 Dabei war die Festlegung der Namen ein wenig schwierig. In welche Richtung geht man denn? Nimmt man deutsche Namen? Nimmt man internationale Namen? Was passt mit welchem Nachnamen zusammen? Nun als wir die Liste anlegten, hatten wir uns darauf geeinigt, dass die Vornamen, mit seinem Nachnamen zusammen passen sollten, da wir schon daran denken, irgendwann den selben Nachnamen zu tragen 😉 Da er einen türkischen Nachnamen hat, lag es nahe, dass man Namen nimmt, die damit auch gut klingen… Also fallen natürlich so Sachen wie Justin oder sowas raus (damit das klar ist, dieser Name stand nie zur Debatte). Sein Wunsch war ein türkischer Name – mein Wunsch, dass er nicht so extrem türkisch klingt. Ich wollte ungern so einen klassisch türkischen Namen, den man an jeder Ecke hört. Nicht das ich irgendwen damit angreifen will, der vielleicht einen solchen Namen trägt oder sagen will, dass solche Namen hässlich sind oder sonst was. Ich wollte nur gerne etwas haben, was man nicht an jeder Ecke hört. Das würde auch für alle anderen Namen aus jeder anderen Richtung gelten. Auch sollte der Name gut auszusprechen sein, denn niemand will sich stundenlang darüber Gedanken machen müssen wie ein Name ausgesprochen werden muss und ihn am Ende dann auch noch falsch sagen. Wäre auch doof, wenn ich den Namen selbst nicht richtig aussprechen kann 😀

Also hatten wir am Ende ein paar Namen aufgeschrieben. Im Endeffekt lief es so ab, dass ich mir so ziemlich jeden türkisch angehauchten Namen durchgeschaut habe, teilweise die Bedeutungen nachgeschlagen habe (hätte jetzt ungern einen Namen genommen, der zwar schön klingt, aber am Ende Bratpfanne heißt) und dann die Namen nach „Mädchen/Junge“ getrennt auf eine Liste geschrieben habe. Er hat am Ende nochmal drüber geschaut, und dann sein okay gegeben oder abgelehnt was er doof fand. Und so stand unsere Liste.

Als ich dann schwanger war, haben wir relativ schnell entschieden, wie das Baby heißen soll, falls es ein Junge werden soll (lediglich über die Schreibweise haben wir diskutiert, und dass nicht grade sanft :D) und für ein Mädchen haben wir zwei Namen gehabt die wir als gut empfunden haben. Okay, ehrlich gesagt, hat er sich mit den Mädchennamen kaum beschäftigt, weil er der festen Überzeugung war, es wird ein Junge und somit nur auf Jungsnamen fixiert war. Aber irgendwann haben wir uns auch über die Variante Mädchennamen unterhalten müssen, da es ja nun mal ein kleines Mädchen ist, dass wir bald begrüßen dürfen. Und irgendwie fühlte sich ein Name richtig an und deshalb haben wir uns für diesen entschieden.

Lange hat den Namen niemand erfahren, nur die Familienmitglieder wussten ihn. Dann hab ich ihn doch insgesamt zwei Freundinnen erzählt und da ich dann gestern bei der Weihnachtsfeier mit der Station nachgegeben habe, und den Namen verraten habe, kann ich ihn auch hier verraten 😀

 

 

Und somit möchte ich euch unser Kleines Mädchen vorstellen: Milana 

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Warum haben wir uns für den Namen entschieden? Nun der Name hat einen schönen Klang, hat sowohl türkische, als auch slawische Ursprünge und verbindet somit unsere beiden Welten perfekt miteinander. Ich liebe die Abkürzung Mila und nenne sie auch meistens so, wenn ich mit ihr rede und er passt gut zu unseren Kriterien. Außerdem hat er eine schöne Bedeutung (die Gnädige, Gütige, Freundliche; Liebling). Irgendwie war er von Anfang an genau das Richtige für unsere kleine Prinzessin und ich kann es kaum abwarten, bis wir Mila endlich in die Arme schließen können.

Schlaf so viel du kannst – falls du es kannst…

Jeder hat mir gesagt, ich soll die Zeit genießen, bevor das Baby da ist und so viel es geht schlafen. Und ich glaube all den Mamis, dass Schlaf absolute Mangelware wird, sobald ein Baby erst mal das Licht der Welt erblickt. Natürlich glaube ich ihnen – sie erleben es ja hautnah! Und ich würde diesem Ratschlag so unheimlich gerne folgen! Wirklich! Aber aktuell ist Schlaf eher so eine Glückssache… Entweder ich finde gar keinen Schlaf – und das meine ich wirklich genauso wie ich es sage… 1 1/2 bis 3 h Schlaf sind da das Maximum… oder ich verbringe den kompletten Tag nur mit Schlafen. Es gibt nichts dazwischen. Glücklicherweise wechseln sich diese Nächte meistens ab 😀

Aber warum kann ich nicht schlafen? Nun, zum einen muss ich ungefähr jede halbe Stunde bis Stunde pinkeln… Ich meine ernsthaft… Selbst wenn ich nur ein halbes Glas Wasser trinke, fühlt es sich an als hätte ich 2 Liter auf einmal runtergeschüttet und würde platzen. Das heißt selbst wenn ich einschlafe, ist das Durchschlafen eher nicht so drin.

Dann ist da diese Sache mit dem Liegen. Extrem niedrig kann ich nicht liegen – zu unbequem! Zu hoch kann ich nicht liegen – zu unbequem! Lange auf dem Rücken liegen? Hahaha – nein!!!! Auf der rechten Seite – ja geht… für ne halbe Stunde. Auf der linken Seite… auch möglich, für genau die gleiche Zeit. Also muss ich mich alle halbe Stunde hin und her drehen, sonst tut mir die Hüfte weh ;D Dann will natürlich die Katze immer in Bauchnähe liegen, das heißt der Platz ist eingeschränkt, wenn dann auch noch mein Freund mit im Bett liegt hab ich natürlich kaum noch Lebensraum… Das heißt, wenn ich mich dann mal drehen muss, oder auf Toilette aufstehen muss, artet das in wahren Umbauarbeiten im Bett aus.

Wenn es denn tatsächlich mal so ist, dass ich eine gute Position finde, mir nichts weh tut und ich nicht pinkeln muss und dann denke ich kann endlich schlafen… ja, dann fängt meistens die Babyparty im Bauch an. Denn immer zwischen 22 Uhr und 3 Uhr hat die Kleine ihre extrem aktive Phase. Anfangs war das nicht so schlimm, da hat man sie manchmal gespürt und alles war gut.. Jetzt wird natürlich der Platz immer knapper und das bedeutet, dass man wirklich alles merkt. Und dabei tut es nicht weh, wenn sie sich dreht oder so – gut, manchmal schon – aber man merkt es einfach extrem. Es ist so seltsam, wenn sich im Bauch alles wie in riesigen Wellen bewegt. Schön, aber seltsam. Und es raubt mir den Schlaf 😀

Oh noch was, was mich nicht schlafen lässt… Ich habe ständig Durst… Pausenlos! Was natürlich dem allerersten Punkt kontraproduktiv entgegen wirkt 😀

Dn neusten Quatsch hat sich mein Körper seit letzter Woche ausgedacht. Mir wird immer um die selbe Uhrzeit schlecht und ich kriege einen komischen Geschmack im Mund. Ich kann ihn nicht mal richtig beschreiben und er geht mit nichts weg… Mit meinen Zähnen ist alles in Ordnung, bevor jemand darauf kommt 😀

Früher habe ich, wenn ich gar nicht schlafen konnte im liegen gelesen. Irgendwie hat das Wunder geholfen. Aktuell hilft gar nichts. Wenn ich nicht schlafen kann, kann ich nicht schlafen. Egal was ich versuche.

Und dann, dann gibt es diese Tage, da wache ich eigentlich nur auf, um was zu essen und  zu pinkeln und ansonsten kriege ich die Augen kaum auf. Diese sind aber sehr viel seltener. Ich glaube einmal die Woche kommt das vor. An diesem Tag bin ich kaum erreichbar und würde wahrscheinlich, wenn ich nicht so Hunger hätte zwischendurch, einfach gar nicht aufstehen.

Hach ja… schön den Schlaf einholen, denn man später nicht mehr kriegt… Wenn es nur so einfach wäre. Und das gemeinste ist, wenn der Freund dann schnarchend neben einem liegt, und man ihn dafür verflucht, dass er hier seelenruhig schläft und all diese Beschwerden nicht hat, während man selbst, zwar total erschöpft, aber schlaflos daliegt. Und am nächsten Tag erzählt er einem, dass er so müde ist, weil er so wenig geschlafen hat…. Ha ha ha…. ! -.-

 

Oh Baby… wie es weiter ging… 

Nun wusste ich also, dass ich ein Baby erwartete. Ich würde Mama werden. In meinem Kopf spielten sich gefühlte 1000 Gedanken ab. Selbstverständlich überwog die Freude. Aber da war auch so viel Angst…

Angst darüber wie mein Freund reagiert…

Angst darüber was passiert, wenn er es nicht will – unsere Beziehung war kritisch… was wenn sie das nicht überstehen würde? 

Ich hatte Angst, dass der Test doch nicht richtig war und ich am Ende gar nicht schwanger war

Oder das mein Herzfehler, den ich seit Geburt an habe zu einem enormen Problem wird… 

Da war so viel Angst, und doch konnte ich nicht aufhören zu grinsen… Nein. Negative Gedanken waren nicht angebracht. Es würde alles gut werden! Das sagte ich mir fest. 

Nun war die Zeit gekommen, es ihm zu sagen. Ich hatte mir schon oft darüber Gedanken gemacht, wie ich sowas verkünden würde, hatte die süßesten Ideen im Kopf – doch wie soll man sie umsetzen, wenn der andere sich nicht meldet? Also habe ich ihm lediglich ein Bild gesendet, in der Hoffnung das er darauf reagieren würde, wenn er schon meine vielen Nachrichten, die ich ihm die letzten Tage geschickt hatte, ignoriert hatte. Ich schickte ihm lediglich ein Bild und wartete… 

    

Und die Antwort kam schneller als gedacht. Er war geschockt, konnte es nicht glauben. Versprach aber zu mir zu kommen und mit mir zu reden. Wieder warten. Ich konnte aber nicht warten. Ich musste raus, ein wenig laufen. Also schnappte ich mein Handy und meine Kopfhörer und spazierte ein wenig draußen herum und hing meinen Gedanken nach. Ich lief Richtung Ubahn und traf dort meinen Freund und wir gingen zu einem Spielplatz in der Nähe, und setzten uns. Anfangs war es eher so, dass wir schwiegen. Wie redet man am besten über sowas? Aber dann kam das Gespräch doch ins Rollen… 
Wir wollten beide Kinder. Aber der Zeitpunkt war so ungünstig. Aber wann ist ein Zeitpunkt jemals günstig? Es gibt nicht den perfekten Zeitpunkt. Irgendwas ist immer. Und deshalb enttäuschte mich seine Reaktion am Anfang sehr. Ich weinte, er wusste nicht damit umzugehen. Wir gingen nach Hause und redeten auch dort noch weiter. Irgendwann musste er wieder nach Hause und ich sagte ihm, er solle nachdenken, nochmal darüber schlafen und vielleicht sieht er das ganze dann ja anders. 

Und ein paar Tage später hatten wir den Termin beim Frauenarzt, bei dem er mit dabei sein wollte. Und siehe da… er war wie ausgewechselt – er machte Witze, wirkte gelöster und so als würde er sich freuen. Zwar war er noch etwas verhalten, aber als er dann das erste Mal unser Baby sah – zumindest das was man davon sehen konnte in diesem Stadium – akzeptierte er das was auf uns zukam. Er war bereit Papa zu werden und bestätigte das, was ich mir am Anfang gesagt hatte:

Alles wird gut! Wir bekommen unser Baby 😍

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